Kriechmayr-Super-G-Gesamtsieg

Kriechmayr feiert Kristall-Coup

"Es ist eine Genugtuung"

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Vincent Kriechmayr lässt Österreich jubeln: Der Doppelweltmeister beendet eine jahrelange Durststrecke des ÖSV und gewinnt die Super-G-Kugel.

Der ewige Zweite ist endlich am Ziel seiner Träume: Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr krönt sich zum Sieger im Super-G-Weltcup, holt die erste kleine Kristallkugel seiner Karriere. Dementsprechend glücklich war der 4-fache Saisonsieger: "Es ist ein schöner Moment und eine Genugtuung. Es war eine schöne Saison, ich kann sehr stolz sein." In den letzten drei Jahren landete der 29-Jährige im Super-G-Weltcup immer auf dem undankbaren zweiten Rang, in der Vorsaison hatte er die Kugel nur um drei Punkte verpasst. „Ich bin bisher immer mit dem Ziel Super-G-Kugel gestartet und bin immer gescheitert. Für die Saison habe ich mir gesagt, ich will einfach in jedem Rennen pushen und um Siege kämpfen. Das ging wesentlich leichter von der Hand."

Herren-Coach Puelacher: "Es ist Zeit geworden"

Kriechmayr profitierte beim Weltcupfinale in der Lenzerheide von der wetterbedingten Absage. "Schade das wir kein Rennen hatten, dann wären die Emotionen sicher ein bisschen größer gewesen, sofern ich gut gefahren wäre natürlich“, meint Kriechmayr. Am Ende lag der Oberösterreicher 83 Punkte vor Verfolger Marco Odermatt. Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher lobt seinen Schützling: "Über die Saison gesehen, war der Vinc der stärkste Super-G-Fahrer. Ich bin auch überzeugt, dass er es mit einem Rennen heute geschafft hätte, aber es war mit Marco Odermatt ein starker Gegner da. Schön, dass wir wieder eine Speed-Kugel haben, es ist wirklich Zeit geworden."

Kriechmayr tritt in die Fußstapfen von Reichelt

Kriechmayr beendete mit seiner Kugel eine lang andauernde Durststrecke des ÖSV: Das letzte Speed-Kristall holte Klaus Kröll 2012 in der Abfahrt, das letzte im Super-G Hannes Reichelt 2008. Dass er ausgerechnet Reichelt beerbt, der am Rande des Weltcup-Finales in der Schweiz sein Karriereende bekannt gab, freut Kriechmayr: "Dass ich jetzt in seine Fußstapfen treten kann, ist ein schöner Zufall, vor allem, da er jetzt seine Karriere beendet hat." Kampfbetoner Nachsatz: "Ich hoffe schon, dass wir nicht mehr so lange auf eine Kugel im Super-G warten müssen.“
 

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