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Kostelic-Eklat: Tipp kam vom Maier-Guru

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Ex-Herminator-Fitmacher Bergmüller riet Kroaten, WM-Bewerbe auszulassen.

Während sich Michael Walchhofer & Co. gestern über die Eis-Kandahar kämpften, lag Ivica Kostelic bereits an der Adria in der Sonne. Die Nacht hat er am Rücksitz geschlafen. Vor seiner Abreise aus Garmisch hatte Kostelic noch gewettert: „Kein Mensch hält das Programm aus, das wir fahren müssen.“ Kostelic’ Kritik an der FIS-Saisonplanung: „Wir hätten vor der WM mindestens zehn Tage Pause gebraucht.“ Kritik an der WM-Piste: „Die eisige Kandahar macht die Gelenke kaputt, da will ich nie wieder runterfahren müssen.“

Wie ÖSTERREICH berichtete, pfeift Kostelic auf Abfahrt und Kombination („Dadurch erspare ich mir auch die Abfahrtstrainings“) und wird erst am 16. Februar, zwei Tage vor dem WM-Riesentorlauf, nach Garmisch zurückkommen. Der Kroate: „Man muss Prioritäten setzen. Der Weltcup ist mir heuer sowieso wichtiger als die WM.“ Der Sieger von sieben Jänner-Rennen setzt Prioritäten: „Weil ich mich nicht kaputt machen will.“

Ex-Maier-Coach hilft Kroaten
Eine Parallele zum großen Hermann Maier, der vor den Olympischen Spielen 1998 zur Aufregung vieler die Hahnenkammrennen in Kitzbühel ausgelassen hatte. Damals auf Anraten seines Fitness-Gurus Heini Bergmüller. Was kaum einer weiß: Bergmüller hilft jetzt den Kroaten mit seinem Konditions-Know-how. Er arbeitet eng mit dem österreichischen Kroaten-Coach Walter Hubmann (53) zusammen. Der hatte Kostelic-Vater Ante schon zu Saisonbeginn geraten, seinen Sohn leisertreten zu lassen. Hubmann: „Mit Bergmüllers Wissen über Trainingssteuerung bringen wir jetzt in Kroatien sehr viel weiter. Dazu kommt, dass Ivica sehr intelligent ist und gelernt hat, nicht immer das Letzte aus seinem Körper rausquetschen zu wollen.“

Seither reißt Kostelic alles nieder. Wie Maier 1998.

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