Bei den rot-weiß-roten Alpinski-Staatsmeisterschaften auf der Reiteralm lieferten sich Österreichs beste Ski-Asse im Super-G ein echtes Spektakel – mit zwei strahlenden Siegern: Nina Ortlieb und Marco Schwarz setzten die Ausrufezeichen des Tages.
Nina Ortlieb zog ihr Ding eiskalt durch und ließ der Konkurrenz keine Chance. Nach ihrem Triumph am Vortag in der Abfahrt legte die Vorarlbergerin im Super-G nach – Speed-Double perfekt! Bereits zum zweiten Mal nach 2023 gelingt ihr dieser Coup, insgesamt ist es schon ihr viertes ÖM-Gold.
»Ein schöner Abschluss«
Während hinten die Abstände explodierten – über drei Sekunden bis Rang elf – blieb es vorne klar: Stephanie Brunner (+0,37) und Anna Schilcher (+0,44) mussten sich mit den Ehrenplätzen zufriedengeben. Für prominente Namen wie Cornelia Hütter (5.) und Ariane Rädler (6.) blieb diesmal nur die Zuschauerrolle im Medaillenkampf.
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„Ich glaube heute war jeder überrascht, wie gut die Bedingungen waren, die Piste war in einem Top-Zustand. Der Super-G ist bei mir immer ein Auf und Ab, aber dass ich das heute so gut runtergebracht habe, darüber bin ich schon sehr zufrieden. Ich bin sehr stabil Ski gefahren und es tut gut, dass ich neben der Abfahrt auch im Super-G eine konstante Leistungen zeigen konnte. Das ist ein schöner Abschluss und gibt zusätzlich Motivation“, strahlte Ortlieb nach ihrem nächsten Gold-Streich.
Auch Schwarz schlägt eiskalt zu
Ganz anders bei den Herren – hier wurde es richtig eng! Ein echtes Hundertstel-Drama, bei dem gleich elf Läufer innerhalb einer Sekunde lagen. Mittendrin: Marco Schwarz – und der hatte am Ende die Nase vorne! Der Kärntner Allrounder raste zu seinem fünften Staatsmeistertitel, dem zweiten im Super-G, und schnappte sich Gold mit nur 0,12 Sekunden Vorsprung auf Shootingstar Matteo Haas. Bronze ging an den routinierten Vincent Wieser (+0,41).
„Die Fahrt hat sich sehr gut angefühlt und ich habe auch alles reingelegt. Wenn man am Start steht, will man seine beste Leistung abrufen und das Rennen auch gewinnen. Das ist mir heute sehr gut gelungen, worüber ich sehr happy bin. Ein Lob an die Veranstalter, die trotz der frühlingshaften Bedingungen ein top Rennen auf die Beine gestellt haben“, so Schwarz nach seinem Gold-Coup.
Showdown steht noch aus
Doch das war noch längst nicht alles: Im Ennstal geht die Titeljagd weiter! Am Samstag stehen die Riesentorläufe an, am Sonntag folgen die Slaloms – das große Finale.