Der Traum von der Viertelfinal-Sensation ist für Österreichs Eishockey-Team geplatzt. Gegen Titelverteidiger USA setzte es eine 1:4-Niederlage.
Für Österreichs Eishockey-Nationalteam ist die WM in der Schweiz nach der Vorrunde zu Ende. Die ÖEHV-Auswahl verpasste im "Finalspiel" gegen die USA in Zürich die Sensation, der Titelverteidiger erfüllte mit dem 4:1 (2:0,2:1,0:0) die Pflicht und zog ins Viertelfinale ein. Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen und souverän geschafftem Klassenerhalt folgten für Österreich gegen die größeren Nationen vier Niederlagen in Folge.
Angesichts vieler Absagen, u.a. der NHL-Stars Marco Kasper und Marco Rossi, bilanzierte das junge österreichische Team mit Siegen gegen Großbritannien, Ungarn und Lettland dennoch positiv. Seit Österreich 2022 als "Nachrücker" vom WM-Ausschluss von Russland und Belarus profitierte, konnte sich die einstige Fahrstuhlmannschaft unter Teamchef Roger Bader als echte A-Nation etablieren. 2025 hatte Österreich erst zum zweiten Mal in der Neuzeit und nach 31 Jahren wieder das WM-Viertelfinale erreicht. Dieses Mal blieb die Kür aus. Die Schweiz, Finnland, Lettland und die USA stiegen aus dem Pool A in die Runde der letzten acht auf. Österreich landete hinter Deutschland auf Platz sechs.
Unser Abwehrriegel hielt nur fünf Minuten
Schon vor dem ersten Bully gegen das schwach ins Turnier gestartete US-Team galt es, einen Nackenschlag zu verdauen. Schlüsselspieler Dominic Zwerger (Schulterverletzung) und auch Maximilian Rebernig fielen für den Showdown angeschlagen aus. Bader musste die Angriffslinien umbauen. Zwergers Ersatzmann Tim Harnisch hätte Österreich früh in Führung schießen können, scheiterte nach Zuspiel von Benjamin Nissner aber an der Kreuzecklatte (4.).
Effizienter waren die US-Boys. Connor Clifton versenkte den ersten Torschuss des Favoriten zum 1:0 (5.), Ryan Ufko nutzte unzureichendes Abwehrverhalten für den Doppelschlag innerhalb von 44 Sekunden (6.). Die Chance auf den raschen Anschlusstreffer war da. Vinzenz Rohrer scheiterte bei einem Breakaway an der Stockhand von Goalie Devin Cooley.
Schwinger erzielte Ehrentor
Der mit ausschließlich NHL-Spielern angetretene Olympiasieger schien defensiv verwundbar, nutzte aber auch im Mitteldrittel eine der ersten Chancen. Nach einem abgefälschten Schuss traf Paul Cotter aus spitzem Winkel ins leere Tor (22.), Matthew Tkachuk erhöhte auf 4:0 (32.). Das ÖEHV-Team kämpfte im Rahmen seiner Möglichkeiten und ging mit einem Torerfolg ins Schlussdrittel. Simeon Schwinger fälschte einen Schuss von David Maier zum 1:4 ab (37.).
Österreich schaffte es im letzten Abschnitt, die Partie offen zu halten und klopfte mit Halbchancen durch wesentlich mehr Schussversuche am 2:4 an. Die Amerikaner boten vor 9.126 Zuschauern nur noch Stückwerk an, brachten den notwendigen Sieg aber ohne großes Zittern über die Zeit.