Die Fußball-WM 2026 soll Millionen Fans begeistern, doch schon vor dem Anpfiff wächst die Kritik. Hohe Preise, schwierige Stadion-Anreisen und schwache Öffi-Verbindungen könnten das Turnier für Besucher zur Geduldsprobe machen.
Vor allem in den USA sehen Experten große Probleme bei der Infrastruktur. Zahlreiche Spielstätten liegen außerhalb der Innenstädte und sind ohne Auto oft nur schwer erreichbar. Besonders rund um das MetLife Stadium in New Jersey, wo auch das Finale stattfinden soll, sorgt die Verkehrssituation bereits für Diskussionen.
Wie "Focus" berichtet, mussten geplante Preise für Shuttlebusse und Zugverbindungen nach heftiger Kritik bereits reduziert werden. Trotzdem bleibt die Anreise teuer: Für kurze Strecken zum Stadion werden teils hohe Beträge verlangt.
Fans müssen tief in die Tasche greifen
Auch wer mit dem Auto kommt, muss sich auf hohe Zusatzkosten einstellen. Parkplätze in Stadionnähe kosten teilweise mehrere hundert Dollar pro Spieltag. Dazu kommen steigende Ticketpreise. Für einzelne Topspiele werden auf dem Markt bereits Summen von weit über 1.000 Dollar verlangt. Selbst Politiker in den USA zeigten sich zuletzt überrascht über die Preisentwicklung.
Öffis gelten als große Schwachstelle
Das eigentliche Problem liegt tiefer: Die Vereinigten Staaten setzen seit Jahrzehnten stark auf Individualverkehr. Viele Städte verfügen nur über begrenzte Bahn- und Busnetze. Ein Problem, das bei einer Großveranstaltung mit Millionen Besuchern deutlich sichtbar werden könnte. Die amerikanische Ingenieurvereinigung bewertet den öffentlichen Verkehr des Landes seit Jahren kritisch. Gerade Fans aus Europa oder Asien dürften überrascht sein, wie kompliziert Wege zum Stadion teilweise werden können.
Europäische Fans könnten überrascht werden
Wer aus Städten mit dichtem Bahn- und U-Bahn-Netz anreist, erwartet oft schnelle und günstige Verbindungen bis fast vor die Arena. Genau das könnte bei der WM vielerorts fehlen.
Besucher müssen deshalb deutlich mehr Zeit, höhere Nebenkosten und spontane Planänderungen einkalkulieren. Für viele könnte nicht das Spiel selbst zur größten Herausforderung werden, sondern der Weg dorthin.