Schlierenzauer braucht noch Zeit

Skispringen

Schlierenzauer braucht noch Zeit

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Schlieri kehrt auf seine Schicksalsschanze in Lillehammer zurück.

Die österreichischen Skispringer haben in den bisherigen Saisonbewerben solide, aber nicht überragend abgeschnitten. Ein Podestplatz plus einige Top-Ten-Ergebnisse stehen nach vier Konkurrenzen für die Mannschaft von Heinz Kuttin zu Buche. Weiter geht es am Wochenende in Lillehammer, wo Gregor Schlierenzauer vor einem Jahr den bis dato letzten seiner 52 Weltcupsiege gefeiert hat.

Schlieri auf der Suche
Diesmal ist der Tiroler in der ersten Phase der Saison nach einer Materialumstellung aber noch auf der Suche nach dem idealen Sprung. Zuletzt in Ruka reichte es für den Vorjahressieger nur zu den Rängen 24 und 12. Beunruhigend sei das aber nicht. "Ich habe den Eindruck, dass sich die Öffentlichkeit mehr Sorgen um meine Form macht, als ich selber. Ich weiß, dass Geduld gefragt ist und ich lasse mich da auch nicht beirren, die Richtung passt, das habe ich zuletzt auch in Finnland gesehen, damit bleibt der Weg weiterhin das Ziel", schrieb Schlierenzauer in seinem Internetblog.

Hoffen auf Lillehammer
Zuversichtlich stimmt den Ex-Weltmeister auch, dass ihm die Schanze in der Olympiastadt von 1994 sehr gut liegt. "Ich bleibe optimistisch und wie gesagt geduldig, auch wenn es mich phasenweise fuchst, wenn es nicht ganz nach Wunsch läuft weiß ich, dass ich es nicht erzwingen kann", meinte der zweifache Gesamtweltcupsieger.

Hayböck mit breiter Brust
Mit neu gewonnenem Selbstvertrauen ist dagegen Michael Hayböck nach Norwegen gereist. Der Oberösterreicher hat in Ruka mit zwei fünften Plätzen sein bisher bestes Weltcupwochenende hingelegt. "Ich freue mich auf die nächsten Wettkämpfe, weil es einfach super läuft. Lillehammer kenne ich besser, wir waren dort schon oft trainieren. Das ist eine super Schanze, die mir immer recht gut getaugt hat", so der 23-Jährige, der im Vorjahr dort noch nicht Teil des Weltcupteams gewesen war.

ÖSV-Adler im Kommen
Bester Österreicher in der vom zweifachen Ruka-Sieger Simon Ammann angeführten Gesamtwertung ist aber der in Klingenthal zweitplatzierte Stefan Kraft auf Rang sechs. Wie Hayböck war auch der ehemalige Lillehammer-Doppelsieger (2011) Andreas Kofler mit einem vierten Platz schon knapp an einem Podestplatz dran. Wolfgang Loitzl und vor allem Tournee-Sieger Thomas Diethart waren davon hingegen noch meilenweit entfernt. Diethart wartet sogar noch auf die ersten Weltcuppunkte, ist aber trotzdem weiterhin im Aufgebot.

Chefcoach Kuttin hat verständlicherweise das deutlich bessere Gesamtbild im Auge. "Es freut mich, wenn ich sehe, wie kompakt wir der Spitze immer näher kommen. Genau das kleine Eitzerl hat gefehlt, dass wir am Stockerl stehen. Die Performance ist sehr gut", bekräftigte Kuttin, dessen Mannschaft aufgrund des Schneemangels beim dreitägigen Zwischenstopp in der Heimat keine Trainingssprünge absolvieren konnte.

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