Schlierenzauer übte auf Kinderschanze

Skispringen

Schlierenzauer übte auf Kinderschanze

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Ex-Weltmeister und -Weltcupsieger möchte an frühere Erfolge anschließen.

Vom Suchenden zurück zum Erfolgsspringer vergangener Jahre. Gregor Schlierenzauer hat nach für ihn mäßigen Saisonen in der Vorbereitung auf 2015/16 praktisch bei Null begonnen und versucht, seinem persönlichen Idealbild des Sprungs nahezukommen. "Das größte Ziel ist die Konstanz. Dass es gelingt, das Potenzial in der gesamten Saison abzurufen", erklärte der 25-Jährige.

Ausreißer, aber keine Konstanz
Dem Tüftler Schlierenzauer war es zuletzt nicht nach Wunsch gelungen, alle Faktoren wie Technik, Bindung, Schuhe und Ski perfekt zu kombinieren. Es gab Ausreißer nach oben wie WM-Silber in Falun und den 53. Weltcupsieg - doch die Ansprüche des Rekord-Gewinners sind vor seiner am Wochenende in Klingenthal beginnenden 10. Weltcup-Saison höher.

"Vergangene Saison war das Gefühl nie so, dass ich versuchen hätte können, einen draufzusetzen. Im Sommer habe ich versucht, das Gefühl zu finden und die Materialprobleme so in den Griff zu bekommen, dass ich im Winter wieder mein Potenzial abrufen kann", betonte der Stubaier.

Technik-Training auf Kinderschanze

Um bei Vierschanzen-Tournee, der Skiflug-Heim-WM am Kulm und im Weltcup, wo er überall schon triumphiert hat, wieder Höhenflüge zu erleben, ging Schlierenzauer zurück auf die Jugendschanze. Zurück zu seinen Wurzeln. "Ich habe auf der 20-m-Schanze begonnen, um meine Technik zu eichen. Dort muss man extrem sauber springen", erläuterte der als sehr feinfühliger Springer geltende Ex-Skiflug-Champion.

Cheftrainer Heinz Kuttin gab ihm die nötige Zeit, um am ÖSV-Stützpunkt in Innsbruck mit Markus Maurberger zu üben. Schlierenzauer ließ die Sommer-Wettkämpfe aus, trat nur Ende September beim GP-Finale in Hinzenbach an, wo er sogar gewann. Diesen Erfolg wolle er aber nicht überbewerten, sagte der Team-Olympiasieger. Vier Wochen später blieben bei den Staatsmeisterschaften Spitzenplätze aus, Stefan Kraft und Michael Hayböck holten jeweils Titel und Platz zwei.

Mit Entwicklung zufrieden
Nach den jüngsten zwei Trainingskursen auf der Eisspur in Oberstdorf zeigte sich der passionierte Fotograf Schlierenzauer - für 2016 ist wieder eine Ausstellung geplant - aber zufrieden mit seiner Form. "Es geht immer noch mehr und besser, aber die Entwicklung passt und ich blicke dem Saisonstart mit sehr viel Freude und positiver Anspannung entgegen", meinte Schlierenzauer. "Das Ziel ist es, bei Tournee und Skiflug-WM am Kulm in Topform zu sein. Aber ich nehme es in Etappen. Wichtig ist, jetzt einmal gut in die Saison zu starten."
 

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