Teamgold sensationell an Japan, Österreich Fünfter

Nordische Kombi

Teamgold sensationell an Japan, Österreich Fünfter

Auch im dritten Bewerb der nordischen Kombinierer gab es keine Medaille für Österreich. Weltmeister sensationell Japan vor Deutschland und Norwegen.

Die Enttäuschung war groß. Österreichs Nordische Kombinierer haben am Donnerstag bei der Nordischen Ski-WM in Liberec auch im Teambewerb eine Medaille deutlich verpasst. Trotz des "Ausfalls" der Mitfavoriten Finnland und USA blieb für das ÖSV-Quartett Bernhard Gruber, Willi Denifl, Christoph Bieler und Mario Stecher nach je einem Sprung und der 4x5-km-Staffel nur der fünfte Rang. Den Titel sicherte sich sensationell Japan, nachdem Schlussläufer Norihito Kobayashi den zeitgleichen Deutschen Tino Edelmann und den Norweger Magnus Moan (+3,6) im Schlusssprint besiegt hatte.

Japan übernahm auf letztem Kilometer die Spitze
Japan, das an fünfter Stelle mit 24 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Frankreich in den Lauf gestartet war, übernahm erst auf dem letzten Kilometer erstmals die Spitze und dann ließ Kobayashi, der im Einzelbewerb Fünfter gewesen war, keinen mehr vorbei. Moan, der sechsfache Saisonsieger im Weltcup, vermochte seine Laufstärke diesmal nicht entscheidend auszuspielen, die Japaner hatten nicht zuletzt dank ihres Salzburger Skitechnikers Werner Scherübl die Nase vorn. Yusuke Minato, Taihei Kato, Akito Watabe und Kobayashi jubelten über das erste Teamgold der japanischen Kombinierer seit 14 Jahren und den ersten WM-Titel eines ihrer nordischen Sportler seit Ramsau 1999.

Große Enttäuschung bei den Österreichern
Die besten drei Teams nach dem Springen gingen leer aus. Frankreich landete an vierter Stelle (17,1), Österreich musste nach Rang zwei von der Schanze das schwächste Abschneiden des Teams seit dem siebenten Platz von Ramsau 1999 zur Kenntnis nehmen, und Titelverteidiger Finnland belegte geschwächt nur Rang acht. "Natürlich sind wir deprimiert, wir haben an die Medaille geglaubt", erklärte der Cheftrainer Alexander Diess, dessen Aufgebot 2007 in Sapporo leer ausgegangen war. In Liberec bleibt zur Rehabilitation nur noch der Einzelbewerb von der Großschanze am Samstag.

Die Vorentscheidung im negativen Sinn war auf dem zweiten Laufabschnitt gefallen. Ex-Team-Weltmeister Willi Denifl, der nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Lukas Klapfer nominiert worden war, bekam nach 2,5 Kilometern Probleme und verlor auf dem letzten Anstieg den Anschluss. Der letzte Kilometer war ein Leidensweg für den Stubaitaler, er verlor 33 Sekunden auf das Spitzentrio. Denifl lag minutenlang völlig ausgepumpt im Ziel und verschwand enttäuscht in den Team-Container.

Die Anfeuerung durch die Coaches um Diess vom Streckenrand hatte nichts geholfen. "Urplötzlich kam der Mann mit dem Hammer, es ist nichts mehr gegangen. Das Loch ist zu groß geworden", sagte Diess. Denifl habe jedoch auf der Schanze einen "Superjob" gemacht, "und er hat auch schon gute Fünf-Kilometer-Rennen abgeliefert."

Felix Gottwald lieferte als ORF-Fachkommentator die hart klingende Begründung. "Man hat derzeit einfach zu wenig drauf", sagte der Salzburger. Und hatte damit wohl recht. Die Österreicher freuten sich zwar über "gute Leistungen" auf der Schanze, doch vor nicht allzu langer Zeit hatten sie die Sprungbewerbe dominiert. Diesmal gelang es nicht, einen Vorsprung für den Lauf, wo die Leistungen schon früher nicht Spitze waren, herauszuholen.

Keine Gelegenheit Verpasstes nachzuholen
Stecher und Bieler, die im Springen ihr großes Potenzial nicht ausgeschöpft hatten, bekamen in der Loipe keine Gelegenheit mehr, Verpasstes nachzuholen. "Wenn es von vornherein aussichtslos ist, ist es nicht schön zu kämpfen", sagte der Steirer Stecher. "Wir haben eine Schneidige auf den Deckel bekommen und das ist vielleicht ganz gut so." Bieler nahm seinen Tiroler Landsmann Denifl in Schutz. "Willi hat alles gegeben, es hat nicht sollen sein. Mir war klar, wenn der Zug abgefahren ist, wird's schwierig." Er habe alles auf eine Karte gesetzt, sagte Bieler. "Von meinem Gefühl her bin ich sehr gut gelaufen, das nehme ich mit für das letzte Rennen am Samstag."

Zwei Medaillenaspiranten hatten enormes Pech. Titelverteidiger Finnland verkraftete den Ausfall des Weltcup-Spitzenreiters Anssi Koivuranta, der 38,5 Grad Fieber hatte, nicht, und im US-Team um den zweifachen Weltmister Todd Lodwick wurde der Einzelbewerbs-Dritte Bill Demong im Springen disqualifiziert, weil er seine Startnummer nicht fand. Er hatte sie nach dem Probesprung in seinen Sprunganzug gesteckt, wo sie in der Folge bis zum Schuh hinunterrutschte, ohne dass der Athlet es merkte. Ohne

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16.04 Uhr: Sensation ist perfekt! Japan siegt im Zielsprint vor Deutschland! Der Norweger konnte im Sprint nicht mithalten, musste sich mit Rang 3 begnügen. Dahinter kommen Frankreich und Österreich ins Ziel.

16.03 Uhr: Keine Probleme bei der letzten Abfahrt, der Franzose scheint zu weit weg zu sein. Dafür sird schnell der Sprint angezogen.

16.02 Uhr: Am Anstieg kommt keiner weg, bei der letzten Zwischenzeit liegt das Führungstrio weiter knapp beisammen. Sensationell dafür der Franzose, der nur mehr 6,6 Sekunden Rückstand hat. Wird das Medaillenrennen noch zum Vierkampf?

16 Uhr: Vorletzte Zwischenzeit bei 3,65 km. Norwegen, Deutschland und Japan belauern sich. Wer wird es auf einen Schlusssprint ankommen lassen wollen? Wer wird beim letzten Anstieg sein Heil in der Flucht suchen? Frankreich kämpft noch, hat nur mehr 9,5 Sekunden Rückstand. Österreich mit 41 Sekunden Rückstand aus dem Rennen.

15.59 Uhr: Bei Kilometer 2,5 ein unverändertes Bild: Norwegen knapp vor Japan und Deutschland. Frankreich und Österreich abgeschlagen.

15.57 Uhr: Bei km 1,75 hat Norwegen die Führung übernommen. Knapp vor Deutschland und Japan. Diese drei Nationen werden sich nun auch die Medaillen untereinander ausmachen. Frankreich hat bereits 15 Sekunden Rückstand und Mario Stecher hat auch schon 45 Sekunden aufgerissen. Er wird jetzt wohl abstellen und sich für den letzten Einzelbewerb am Samstag schonen.

15.55 Uhr: Dafür geht jetzt der deutsche Schlussläufer mächtig ein. Bei der ersten Zwischenzeit liegen Japan und Norwegen nur mehr 2 Sekunden hinter dem Detuschen. Frankreich mit 12 Sekunden Rückstand bereits abgeschlagen, Stecher hält die 40 Sekunden Rückstand auf die Deutschen - das ist aber zu wenig, um um die Medaillen mitzureden. Schade, es wird auch im dritten Kombinierer-Bewerb nichts mit Edelmetall für Österreich.

15.54 Uhr: Stecher muss also rund 30 Sekunden aufholen, um an Bronze ranschnuppern zu dürfen. Eigentlich unmöglich auf 5 Kilometern.

15.53 Uhr: Bei der letzten Übergabe hat Deutschland schon 12 Sekunden Vorsprung auf Japan, 13,5 auf Norwegen und 21 auf Frankreich. Bieler übergibt mit 43 Sekunden Rückstand an Mario Stecher.

15.51 Uhr: Zwischenstand bei der letzten Zwischenzeit: Deutschland plötzlich mit über 6 Sekunden Vorsprung auf Frankreich, Norwegen und Japan. Österreich wieder mit knapp 40 Sekunden Rückstand auf Rang 5.

15.50 Uhr: Aufregung im Langlaufstadion: Vorne macht plötzlich der deutsche Läufer viel Druck, versucht beim letzten Anstieg wegzukommen und schafft das auch. Norweger, Japaner und Franzose können nicht mithalten.

15.48 Uhr: Die Reihenfolge vorne ist gleich geblieben, Bieler konnte wieder 2 Sekunden aufholen, hat jetzt noch 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

15.47 Uhr: An der Spitze schaut es so aus, als hätten die Läufer das Tempo ordentlich gedrosselt. Die nächste Zwischenzeit wird uns mehr sagen.

15.46 Uhr: Zwischenstand nach 2,5 km: Deutschland vor Frankreich, Norwegen und Japan. Alle innerhalb nur weniger Skilängen. Bieler scheint dafür langsam wieder ins Laufen zu kommen. Er hat 10 Sekunden aufgeholt, Österreich liegt "nur" mehr 32 Sekunden hinter der Spitze.

15.44 Uhr: Vorne laufen weiter Frankreich, Norwegen, Japan und Deutschland im Paket. Im Moment riecht das nach einem spannenden Schlusssprint. Aber es muss ja dann auch noch der vierte Läufer ins Rennen.

15.43 Uhr: Die Hoffnung kann man aber schon bei der ersten Zwischenzeit aufgeben, da hat Bieler bereits 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze abgerissen. Der Österreicher hat es jetzt aber auch schwer, da er ganz alleine laufen muss. Vor ihm lange nichts, hinter ihm ditto.

15.41 Uhr: Jetzt liegt es an Christoph Bieler, unserem dritten Läufer, vielleicht doch noch die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

15.40 Uhr: Zweite Übergabe: Frankreich übergibt vor Norwegen und Deutschland. Schon mit 3 Sekunden Abstand kommt der Japaner is Ziel. Denifl hat mittlerweile schon über 30 Sekunden Rückstand auf Frankreich aufgerissen. Ganz übel...

15.38 Uhr: Auweh, bei 4,25 km hat Denifl schon 11,5 Sekunden auf die Spitzengruppe verloren. Schaut ganz so aus, als wäre es das schon mit der erfhofften Medaille gewesen.

15.38 Uhr: Norwegen, Japan, Frankreich und Deutschland ziehen jetzt vorne weg. Denifl verliert von Meter zu Meter mehr Zeit.

15.37 Uhr: Zwischenstand bei km 3,65: Japan, Frankreich und Norwegen innerhalb von einer Sekunde. Dahinter mit rund 3 Sekunden Rückstand Österreich und Deutschland. Denifl ist leider wirklich etwas eingegangen und müht sich, den Kontakt zu halten.

15.35 Uhr: Geradezu sensationell die Laufleistung des zweiten deutschen Starters. Er hat bereits zu der Vierer-Gruppe aufgeschlossen.

15.34 Uhr: Bei 2,5 km hat Norwegen die Führung übernommen, dahinter Frankreich, Japan und Österreich. Denifl macht nicht den allerbesten Eindruck, scheint langsam abzureißen.

15.32 Uhr: Zwischenzeit bei km 1,75 der zweiten Runde: Frankreich wieder in Führung, dahinter folgen innerhalb von 2,5 Sekunden Norwegen, Österreich und Japan.

15.29 Uhr: Für Österreich ist jetzt Willi Denifl in der Loipe. Schaun wir mal, wie er sich beim Langlaufen heute tut. Japan, Österreich, Frankreich und Norwegen sind jetzt im Viererpaket unterwegs.

15.28 Uhr: So, die Startläufer kommen ins Ziel. Als Erster übergibt der japanische Startläufer, Österreich unmittelbar dahinter auf Rang 2. Die Franzosen m it 1,2 Sekunden Rückstand auf Rang 3, die Norweger mit 1,6 Rückstand auf Rang 4. Deutschland schon mit 11 Sekunden Rückstand nach5 Kilometern.

15.26 Uhr: Bei Kilometer 4,25 liegt Österreich knapp vor Frankreich. Norwegen und Frankreich rund 3 Sekunden zurück, Deutschland mit 7,5 Sekunden Rückstand wieder etwas abgerissen.

15.24 Uhr: Dahinter haben sich Japaner, Deutsche und Norweger zu einem Dreier-Paket zusammengefunden, dass Jagd auf das österreichisch-französische Führungsdou macht.

15.23 Uhr: Auf der nicht ungefährlichen Abfahrt hat Gruber mittlerweile die Führung übernommen. Er kommt aber (noch) nicht vom Franzosen weg.

15.22 Uhr: Nächste Zwischenzeit bei 2,5 km. Frankreich zur Halbzeit des ersten Läufers hauchdünn vor Österreich. Auf Platz 3 plötzlich die Deutschen mit 7 Sekunden Rückstand, dann Japan mit 8 Sekunden Rückstand und Norwegen mit 17 Sekunden. Die Finnen sind völlig abgerissen und haben schon 18 Sekunden Rückstand.

15.21 Uhr: Gruber läuft jetzt im Windschatten des Franzosen, versucht, etwas Kraft zu sparen.

15.20 Uhr: Bei 1,75 km hat sich das Blatt etwas gewendet. Gruber nur mehr 3 Sekunden hinter dem Franzosen, dafür hat der Österreicher den Finnen wieder um fast 6 Sekunden abgehängt. Tolles Rennen von Berni Gruber bisher!

15.18 Uhr: Andererseits erfreulich: Bei der ersten Zwischenzeit nach 1,15 Sekunden haben die Österreicher rund 3 Sekunden auf die Franzosen aufgeholt.

15.16 Uhr: Der finnische Startläufer ist bereits auf Gruber aufgelaufen, die 5 Sekunden Vorsprung der Österreicher auf die Skandinavier haben nicht einmal 2 Minuten gehalten.

15.15 Uhr: Und pünktlich ging der französchische Startläufer in die Loipe. 8 Sekunden später startete Bernd Gruber für Österreich. Die Jagd auf die Teammedaillen in der Nordischen Kombination ist eröffnet.

15.14 Uhr: Bereits aus dem Rennen sind die USA. Nach dem Startnummern-Debakel von Bill Demong (Nummer vergessen, disqualifiziert), gehen die US-Boys als Letzte mit über 3 Minuten Rückstand auf Frankreich ins Rennen.

15.13 Uhr: Die ÖSV-Staffel geht in folgender Reihenfolge an den Start: Gruber - Denifl - Bieler - Stecher

15.10 Uhr: In 5 Minuten geht's los. Österreich startet mit 8 Sekunden Rückstand auf Halbzeitleader Frankreich in die Entscheidung.

Zwischenstand nach dem Springen
1. Frankreich
2. Österreich + 8 Sekunden
3. Finnland + 13 Sekunden
4. Deutschland + 17 Sekunden
5. Japan + 24 Sekunden
6. Norwegen + 42 Sekunden

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11.45 Uhr: Und so sieht es nach dem Springen aus: Frankreich führt vor Österreich, Finnland, Deutschland, Japan und Norwegen. Die Zeitabstände sind allerdings denkbar klein. Die sechstplatzierten Norweger gehen mit nur 42 Sekunden Rückstand auf Frankreich in die Loipe (ab 15.15 Uhr)

11.43 Uhr: Und jetzt Christoph Bieler für Österreicher. Er enttäuscht aber, kommt nur auf 118 m. Schade, da hat der ÖSV-Kombinierer jetzt eine große Chance vergeben, Österreich eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Letzter Springer im Bewerb: Tino Edelmann für Deutschland. Er macht es nicht wirklich besser als Bieler, landet bei 118,5 m.

11.42 Uhr: Jetzt geht's weiter. Haertull kann wie erwartet mit den Besten nicht mithalten, kommt nur auf 110 m. Das ist die große Chance für Österreich! Zuerst aber die Norweger. Petter Tande kann für sein Team mit 120,5 m aber auch nicht entscheidende Meter aufholen.

11.40 Uhr: Für die Finnen geht Koivuranta-Ersatzmann Jim Haertull an den Start. Die Bedingungen werden aber schlechter, er muss wieder runter vom Zitterbalken - kurze Pause.

11.39 Uhr: Doppelweltmeister Todd Lodwick für die USA kommt auf 122,5 m. Nach dem "Nuller" von Demong ist das für die Amerikaner aber sowieso nur mehr Nebensache. Für die Franzosen markeirt Jason Lamy Chappuis mit 127 m eine tolle Weite. Die Franzosen damit weiter voll drin im Kampf um die Medaillen.

11.37 Uhr: Auch der vierte Tscheche, Pavel Churavy, macht seine Sache sehr anständig, kommt auf 119 m. Jetzt der letzte Japaner, Norihito Kobayashi. Er hat die Chance, sein Team im Medaillenreichweite zu halten. Die nützt er mit 117,5 m aber nur mäßig.

11.35 Uhr: Italiens Jungstar Alessandro Pittin landet bei immer stärker werdendem Schneefall bei 118 m. Tim Hug für die Schweiz muss schon bei 105,5 m aufsetzen.

11.33 Uhr: Esten und Russen spielen auch beim vierten Springer keine Rolle, wobei der Este Leetoja immerhin auf 124,5 m gesegelt ist.

11.32 Uhr: So, der Zwischenstand nach 3 Springern: Finnland führt vor Österreich, Deutschland, Frankreich und Japan. Die Österreicher haben damit wieder einen Platz gutgemacht!

11.31 Uhr: Willi Denifl für Österreich. Er macht seine Sache super, kommt auf 123 m. Der stärkste Sprung bisher in diesem Durchgang! Jetzt noch die Deutschen. Ronny Ackermann sehr stark! Er markiert mit 125 m Bestweite für die Gruppe der dritten Springer jedes Landes.

11.29 Uhr: Der Finne Jaakko Tallus distanziert seine direkten Konkurrenten mit 119 m um ein paar Meter. Für die Norweger ist Jan Schmid am Start, er kommt aber nicht über 117,5 m hinaus - zu wenig, um substantiell Boden auf die Spitze gut zu machen.

11.28 Uhr: Als dritter Amerikaner versucht sich die vermeintliche Schwachstelle im Team. Eric Camerotaq landet bei 114 m. Für Frankreich geht Sebastien Lacroix über den Bakken. Mit 116,5 m hält er die Franzosen weiter vorne an der Spitze.

11.26 Uhr: Auch der dritte Japaner, Akito Watabe, zeigt sich gut in Form, festigt mit 117,5 m vorerst den ersten Platz.

11.25 Uhr: Der Tscheche Tomas Slavik zeigt einen tollen Sprung. Trotz niedriger Anlaufgeschwindigkeit kommt er auf 120,5 m.

11.24 Uhr: Kurzes Durchschnaufen solange die Springer für Estland, Russland, Italien und die Schweiz über den Bakken gehen.

11.22 Uhr: Der Stand nach 2 Springern: Finnland vor Frankreich, Österreich, Japan, Deutschland und Norwegen.

11.20 Uhr: Für Österreich nun Bernhard Gruber. Er macht seine Sache zum Glück gut, fliegt auf 128,5 m - zweithöchste Weite des Tages. Der Deutsche Björn Kircheisen ist auch stark, kommt auf 126 m.

11.19 Uhr: Gigantischer Satz des Finnen Lauri Asikainen auf 136 m - er pulverisiert damit die bisherige Höchstweite. Da kann der Norweger Mikko Kokslien nicht mit - nur 118,5 m.

11.17 Uhr: Mit Johnny Spillane hat es nun auch der erste Amerikaner regelgerecht zum Start geschafft. Er kommt auf 121 m, was am bereits wohl fixen letzten Platz der Amerikaner nach dem Springer nichts ändern wird. Auch der zweite Franzose Maxime Laheurte sehr stark - 120,5 m.

11.15 Uhr: Für Gastgeber Tschechien segelt Miroslav Dvorak auf sehr beachtliche 122 m. Was machen die Japaner? Noch besser! Taihei Kato markiert mit 128 m bisherige Höchstweite! So sind die Japaner auch im Kampf um die Medaillen nicht zu unterschätzen.

11.13 Uhr: Der Italiener Michielli macht es da schon besser - 108,5 m. Der Schweizer Ronny Heer landet sogar bei 111 m.

11.12 Uhr: Die Veranstalter geben mächtig Gas. Ohne jede Unterbrechung geht es mit der zweiten Runde weiter. Estland und Russland quälen sich auf jeweils knapp 100 m herunter.

11.11 Uhr: So schaut's nach den ersten Springern für jedes Land aus: Frankreich führt vor Finnland, Japan und Österreich.

11.10 Uhr: Für Deutschland landet Eric Frenzel bei nur 116,5 m.

11.09 Uhr: Leider kommt auch Mario Stecher mit 119 m nicht ganz an die Besten heran. Inzwischen gibt's auch Infos zum Amerikaner Bill Demong. Er hat seine Startnummer vergessen und durfte nicht starten. Für die Amerikaner wird dieser Springer mit 0 Punkten gewertet.

11.08 Uhr: Magnus Moan probiert sich für Norwegen, er kommt aber über 118 m nicht hinaus.

11.08 Uhr: Für Finnland geht Janne Ryynaehnen über den Bakken. Er kommt aber nicht ganz an den Franzosen heran - 124 m.

11.07 Uhr: Nach einer kurzen Unterbrechung und einem Vorspringer sollte es mit dem Amerikaner Bill Demong weitergehen. Statt dessen springt aber der Franzose Braud. Und er segelt auf 127 m!

11.04 Uhr: Die Japaner können sich jetzt als erstes Team klar absetzen. Minato landet bei 120 m.

11.03 Uhr: Auch der erste Schweizer kommt auf knapp unter 110 m, der Tscheche fliegt auf 111 m.

11.02 Uhr: Die Springer aus Russland und Italien kommen jeweils ca. an die Marke des Esten heran. Aber diese Teams sollten im Kampf um die Medaillen sowieso keine Rollen spielen.

11.01 Uhr: Und tatsächlich wurde der Bewerb mit dem ersten Springer aus Estland gestartet. 108,5 m sind die erste Richtweite.

10.59 Uhr: Wie gesagt, 12 Nationen sind am Start. Österreich geht mit der Startnummer 11 in den Bewerb. Die Nummer 12 haben die Deutschen. Norwegen kommt als Zehnter dran.

10.59 Uhr: Kamera-Springer Andi Goldberger ist schon über die Schanze gegangen. Schaut ganz so aus, als ob der Bewerb planmäßig gestartet werden würde. Gesprungen wird heute übrigens von der Großschanze.

10.57 Uhr: Insgesamt sind heute 12 Nationen am Start. Bei den Finnen fehlt der große Star - Anssi Koivuranta fällt mit Fieber aus.

10.56 Uhr: Die Österreicher gehen in der Reihenfolge Stecher - Gruber - Denifl - Bieler an den Start.

10.52 Uhr: Von der Wetterfront gibt es leider keine guten Nachrichten: Wind, Schnee, Nebel - äußerst unwirtliche Bedingungen für den Teambewerb. Von Verschiebung bisher aber noch keine Rede.

10.50 Uhr: Kleiner historischer Ausflug: Exakt heute vor 10 Jahren gewann Österreichs Langlaufstaffel bei der Heim-WM in der Ramsau Gold. Ein gutes Omen? In einem packenden Zielsprint setzte sich damals der spätere Olympiasieger Christian Hoffmann um Zentimeter gegen seinen norwegischen Kontrahenten durch.

10.47 Uhr: Titelverteidiger sind die Finnen. Deutschland gewann 2007 Silber vor Norwegen. Für Österreich gehen Stecher, Beiler, B. Gruber und Denifl an den Start.

10.44 Uhr: Um 11 Uhr soll der Bewerb mit dem Springen starten, um 15.15 Uhr folgt dann der Langlauf. Schauen wir mal, ob die Zeit hält, denn in der Früh hat es in Liberec stark geschneit.

10.40 Uhr: Heute steht bereits der dritte Bewerb der Kombinierer bei der nordischen WM in Liberec am Programm. Die ÖSV-Starter haben bisher enttäuscht, noch keine einzige Medaille geholt. Heute im Teambewerb soll es endlich zu Edelmetall reichen.

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Das letzte Training vor dem heutigen Teambewerb auf der Großschanze setzten unsere Kombinierer in den Sand. Dennoch stellten sie sich danach völlig entspannt der Presse. Von Nervosität keine Spur. Cheftrainer Alex Diess hakte den verpatzten Vormittag mit einem Lächeln ab: „Man sagt doch, eine missglückte Generalprobe soll Glück bringen, oder?“ Dann beugte er sich über den Tisch und sagte: „Natürlich wollen wir Medaillen – und am liebsten ganz vorne dabei sein.“ Eine klare Kampfansage. Bislang mussten seine Schützlinge keinen Platz für Edelmetall in den Koffern machen. Das könnte sich heute aber ändern. Im Teambewerb wollen die Kombi-Asse endlich zuschlagen.

Das Team
Stolz präsentierte der Cheftrainer das vierköpfige Gespann, dass Edelmetall jagen wird. Den Anfang macht Routinier und Seefeld-Sieger Mario Stecher. „Mario hat den Killerinstinkt, um vorne wegzuspringen“, erklärt Diess. Dann kommt Bernhard Gruber. „Bernie hat dieses bestimmte Gefühl und das kann er im Wettkampf gut umsetzen“. Willi Denifl ist als „genialer Springer“ der Superjoker im Team und Christoph Bieler soll dank „seiner Routine“ heute den Sack zumachen.