Andreas Kofler

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Tournee: Deutsche sagen uns Kampf an

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Bei der Vierschanzentournee läuft alles auf ein packendes Duell Österreich gegen Deutschland hinaus.

„Das ist das Beste, was der Tournee passieren kann“, ist ÖSV-Erfolgstrainer Alex Pointner überzeugt. Und Super-Adler Gregor Schlierenzauer ergänzt: „Die Leistungen der Deutschen motivieren mich zusätzlich. Das wird ein richtig geiler Wettkampf.“ Mit Schlieri und Andreas Kofler schicken wir gleich zwei Topfavoriten auf den Gesamtsieg ins Rennen. Dazu kommt noch Thomas Morgenstern mit Außenseiterchancen.

Schlierenzauer gewann zuletzt die Tournee-Generalprobe in Engelberg. Sein Vorteil: Er startet ohne Druck in den Bewerb, denn mit dem Tourneesieg im Vorjahr hat er sich den größten Kindheitstraum bereits erfüllt. Sein schärfster Gegner könnte mit Kofler ausgerechnet aus dem eigenen Lager kommen.

Österreich führt gegen Deutsche mit 5:2-Siegen
Der Tiroler hat noch rechtzeitig seine Rückenprobleme in den Griff bekommen. Auch er kennt das wunderbare Gefühl eines Tourneesieges. 2010 stand er am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest. „Das Gefühl werde ich nie vergessen“, lächelt er. „Es ist unbeschreiblich und einzigartig.“

Das starke DSV-Team wird von Severin Freund angeführt. Er will Rache, weil er im letzten Springen vor der Tournee das Gelbe Trikot des Weltcupführenden an Schlierenzauer abgeben musste. Dann da wäre noch Andreas Wellinger, Deutschlands neuer Shootingstar. Die Frage wird sein, wie der 17-Jährige mit dem Erwartungsdruck umgehen kann. Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch Richard Freitag, der Dritte im wiedererstarkten Team Deutschland.

Rot-Weiß-Rot gegen Schwarz-Rot-Gold – das wird ein echter Hit! Das Prestigeduell bei der 61. Vierschanzentournee hat sich die ganze Saison schon abgezeichnet. Von den bisherigen 21 Podestplätzen staubten Österreich und Deutschland allein 16 ab.

Bei den Siegen hat Österreich mit 5:2 aber klar die Nase vorne. Hoffentlich auch bei der Tournee.

Duell mit Deutschen lockt Fans

So groß war das Interesse für die Tournee noch nie: Der Run auf die Tickets ist riesig!

„Wir liegen beim Vorverkauf weit über den Vorjahreszahlen. So einen Hype gab es seit der Erfolgsära von Martin Schmitt und Sven Hannawald nicht mehr“, erklärte Tournee-Geschäftsführer Stefan Huber.

Grund: Die Deutschen haben mit Severin Freund, Richard Freitag und dem Youngster Andreas Wellinger endlich wieder Siegspringer, sind für unsere Super-Adler heuer eine echte Konkurrenz. Das lockt auch die Fans an. In Oberstdorf (30. 12.) und in Garmisch (1. 1.) ist das Zuschauer-Interesse riesig. Auch in Innsbruck (4. 1.) und in Bischofshofen (6. 1.) ist die Ticket-Nachfrage groß. Es gibt nur noch Restkarten!

Schlieri ist Favorit bei Wettbüros

Der Sieger der Tournee kommt aus Österreich – wenn man den Prognosen der Buchmacher glauben darf. Die Topfavoriten sind die Tiroler Gregor Schlierenzauer (Titelverteidiger/Wettquote: 2,90) und Andi Kofler (4,00). Auf Platz drei folgt der Deutsche Severin Freund (7,20).

Die Schanzen der Tournee

30.000 Fans werden beim Spektakel auf der Schattenbergschanze erwartet. Den Schanzenrekord hält Sigurd Pettersen (NOR) mit 143,5 Metern. Schaffen die Österreicher heuer eine neue Bestmarke?

Die neue Olympiaschanze ist das Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen. Simon Ammann segelte im Jahr 2010 mit 143,5 Metern zum Schanzenrekord in Garmisch. Im Vorjahr triumphierte Gregor Schlierenzauer.

Die einzigartige Schanze im Herzen Tirols ist jedes Jahr ein Highlight. Im Heimspringen sind unsere Springer natürlich doppelt motiviert. Sven Hannawalds Schanzenrekord aus dem Jahr 2002 (134,5 m) ist fällig.

Die Paul-Ausserleitner-Schanze ist eine der größten Schanzen im Weltcup. Jedes Jahr lockt sie Zigtausende Fans zum großen Finale der Vierschanzentournee. Die Bestmarke hält Daiki Ito mit 143 Metern.


 
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