Rodlerin Hannah Prock hat erneut in Winterberg zugeschlagen und ihren zweiten Sieg im Rodel-Weltcup gefeiert
Die 25-jährige Tirolerin setzte sich am Samstag mit Laufbestzeit in beiden Durchgängen 0,087 Sekunden vor Weltmeisterin Julia Taubitz durch. Prock eroberte zwei Punkte vor der deutschen Titelverteidigerin auch das Gelbe Trikot der Gesamtführenden zurück. Ihre Landsfrau Lisa Schulte rodelte mit 0,430 Sekunden Rückstand auf Rang vier.
Prock hatte bereits Anfang Dezember, als der Weltcup erstmals in dieser Saison in Winterberg Station gemacht hatte, auf der Bahn im deutschen Hochsauerland überzeugt. 34 Tage nach ihrem ersten Weltcupsieg am 7. Dezember doppelte die Tochter von ÖRV-Verbandspräsident Markus Prock auf derselben Bahn nach. "Ich war ein bisschen nervös am Beginn der Trainingswoche, bin dann aber ruhiger geworden", erklärte Prock. "Heute war ich entspannt, das Rodeln hat Spaß gemacht."
Ihr Vater hat in seiner Karriere zehnmal den Gesamtweltcup gewonnen sowie mit Silber 1992 und 1994 sowie Bronze 2002 insgesamt drei Olympia-Medaillen. Hoffnung auf Edelmetall darf sich in der aktuellen Form bei den Winterspielen in einem Monat in Cortina auch Hannah Prock machen. Ex-Weltmeisterin Schulte verbesserte sich im zweiten Lauf noch um eine Position auf Rang vier. Landsfrau Dorothea Schwarz fiel auf Rang zwölf zurück, Barbara Allmaier auf 16. Im Anschluss (ab 14.28 Uhr) rodelten noch die Männer um Weltcup-Punkte.