Bosnien beendet Irans historische Mission

3:1-Sieg

Bosnien beendet Irans historische Mission

Bosnien verabschiedet sich mit 3:1-Sieg von der WM, nimmt den Iran gleich mit.

Bosnien-Herzegowina - Iran 3:1 (1:0)
Salvador, Fonte-Nova-Arena, 40.000, SR Velasco (ESP)
Tore: Dezko (23.), Pjanic (59.), Vrsajevic (83.); bzw. Ghoochannejhad (82.)

Bosnien-Herzegowina hat sich am Mittwoch mit dem ersten WM-Sieg der Geschichte von der Endrunde in Brasilien verabschiedet. Mit dem verdienten 3:1 (1:0) zum Abschluss der Gruppe F gegen den Iran beendeten die Bosnier in Salvador auch die Achtelfinal-Träume der Asiaten. Die Treffer erzielten Edin Dzeko (23.), Miralem Pjanic (59.), Avdija Vrsajevic (83.) bzw. Reza Ghoochannejhad (82.).

Historische Mission verfehlt

Da Argentinien Nigeria 3:2 besiegte, wären die Iraner mit einem Sieg in die K.o.-Phase aufgestiegen. Davon war man aber weit entfernt, immerhin erzielte man aber im Finish als letztes der 32 Teams ein Tor. Die historische Mission - der erstmalige Aufstieg in die K.o.-Phase - war aber klar außer Reichweite.

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    Der Iran stand unter Siegzwang. Das Spiel machten aber die Bosnier, bei denen Sturm-Graz-Legionär Anel Hadzic auf der rechten Mittelfeldseite zu seinem WM-Debüt kam. Die Iraner, deren Trainer Carlos Queiroz vor Anpfiff von einem "WM-Finale" gesprochen hatte, verlegten sich hingegen aufs Verteidigen und Kontern.

    Dzeko eröffnet Torreigen
    Die Strafe dafür folgte rasch, Dzeko setzte einen Flachschuss aus 19 Metern via rechter Innenstange zum 1:0 ins Tor (23.). Im direkten Gegenzug feuerten die Iraner ihren ersten Torschuss der Partie ab, Masoud Shojaei traf die Latte (24.). Ansonsten konnte der Iran vor der Pause keine Offensivakzente mehr setzen.

    Nach dem Seitenwechsel machten die Iraner leise Andeutungen, das Defensivkonzept ad acta zu legen. Die Versuche fielen jedoch deutlich zu harmlos aus. Die Bosnier nützten die etwas größer werdenden Freiräume und erhöhten auf 2:0 (59.). Nach Vorlage von Dzeko und Tino Sven Susic vollendete Pjanic flach ins lange Eck.

    Hektische Schlussphase
    Wenig später war der solide WM-Auftritt von Hadzic zu Ende, Teamchef Safet Susic wechselte den Österreich-Legionär aus (61.). In der Endphase brachte der Anschlusstreffer durch Ghoochannejhad (82.) nach Querpass von Javad Nekounam noch etwas Spannung in die Partie, nur eine Minute später machte aber Vrsajevic im Konter mit dem 3:1 endgültig alles klar (83.). Das vierte Vorrunden-Out der Iraner bei der vierten WM-Teilnahme war endgültig besiegelt.

    Auf Seite 2 die Meinungen

    Safet Susic (Bosnien-Herzegowina-Teamchef): "Ich denke, wir wollten den Sieg heute mehr. Denn er war sehr wichtig für uns. Jetzt können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Und es fühlt sich nicht mehr ganz so schlecht an.

    Es war mein letztes WM-Spiel. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde irgendwann traurig sein, wenn ich der Mannschaft auf Wiedersehen sagen muss. Aber der Tag ist jetzt noch nicht gekommen."

    Carlos Queiroz (Iran-Teamchef): "Respekt für Argentinien, Respekt für Nigeria. Aber meiner Meinung nach hat sich Bosnien als beste Mannschaft der Gruppe nicht für das Achtelfinale qualifiziert. Sie haben heute verdient gewonnen. Wir waren heute am Limit, psychisch und physisch."