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Herren-Rodelbewerb trotz Todessturz wie geplant

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Der Georgier Nodar Kumaritaschwili verunglückte auf der Rodelbahn tödlich.

Trotz des tödlichen Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili wird der olympische Rodelbewerb im Herren-Einsitzer am Wochenende wie geplant durchgeführt. Wie ÖRV-Sportdirektor Prock berichtete, müssen allerdings die Banden im Zielbereich erhöht werden. Dort war der 21-Jährige nach einem Fahrfehler aus dem Eiskanal gestürzt und hatte sich beim Anprall an einen Eisenträger tödlich verletzt.

Vor dem Rennen (zwei Läufe ab 02.00 Uhr MEZ in der Nacht auf Sonntag, zwei am Sonntag/22.00 MEZ) werden zwei weitere Trainingsläufe in Szene gehen (Samstag 17.00 und 19.00 Uhr MEZ). Prock trat ebenso wie auch die deutsche Teamführung für eine Durchführung des Rennens ein. "Unseren Fahrern haben wir die Teilnahme freigestellt, aber das war kein Thema. Sie wollen fahren", sagte der ÖRV-Sportdirektor. Österreich ist durch die Brüder Daniel und Manuel Pfister sowie durch Wolfgang Kindl vertreten.

Prock hatte angesichts der Tragödie um den jungen georgischen Athleten auch den Sportpsychologen Christian Uhl zu Rate gezogen, der u.a. die Skispringer betreut. Dieser hatte zu Ursachenforschung und Konzentration auf die eigenen Stärken geraten. Dementsprechend hat die ÖRV-Teamführung mit den drei Athleten die Fahrt des Georgiers und dessen Fahrfehler auf einem Video analysiert und Gespräche geführt. "Danach haben sich unsere Athleten mit ihrem Material beschäftigt und dadurch abzulenken versucht", sagte Prock.

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