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Pyeongchang: Chaos bei Olympia-Start

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Olympische Spiele in Südkorea starten mit Mega-Problemen 

Mit viel Pomp und Getöse, einer glänzenden Lichtershow und dem Einmarsch der 2.905 Olympia-Athleten aus 94 Ländern, darunter 105 Sportler aus ­Österreich, wurden am Freitag 12 Uhr unserer Zeit die 23. Olympischen Winter­spiele im südkoreanischen Pyeongchang eröffnet. Doch der Start in die bis zum 25. Februar laufenden Wettkämpfe war sehr holprig. Die größten Probleme in Pyeongchang:

Anreisechaos: Lindsey 
Vonn sendet »Hilferuf«

"Werde ich es in unter 24 Stunden nach Seoul schaffen?", twitterte Ski-Ass Lindsey Vonn aus ihrem Flugzeug, das stundenlang auf dem Münchner Flughafen auf die Start­erlaubnis wartete. Sie musste schließlich in eine andere Maschine umsteigen. ÖSTERREICH-Experte und Olympia-Legende Franz Klammer erlebte eine Odyssee, brauchte mehr als 24 Stunden, um vor Ort zu sein. Dennoch schrieb er: "Jetzt brenne ich darauf, dass es losgeht!" Deutschlands Fahnenträger, Kombinierer Eric Frenzel, und die deutsche Eishockeymannschaft saßen sechs Stunden fest.

Wind verbläst Abfahrt, 
Wettbewerbe gefährdet

Schon das Training zur Skiabfahrt musste verschoben und der Start verlegt werden. Am Sonntag soll das Rennen stattfinden. Doch der vorhergesagte Wind könnte das Rennen verblasen. FIS-Renndirektor Markus Waldner schlug vor, das Rennen auf Samstag vorzuverlegen. Das Olympische Komitee lehnte ab. Terminchaos droht.

Norovirus: Sportler fürchten Ansteckung

Das hochansteckende Norovirus – es verursacht Erbrechen und Magenkrämpfe – geht um in der Olympiastadt. Bis Freitag wurden 128 Fälle gemeldet. „Wir tun unser Bestes, damit die Krankheit nicht auf Sportler übergreift“, sagte Olympiaorganisator Kim ­Hyun-jun. Die Sportler haben Angst: „Wir versuchen, un­sere Paranoia abzuschalten und entspannt an die Situation heranzugehen“, sagte US-Biathlet Lowell Bailey.

Kälte bis zu –20 Grad im offenen Olympiastadion

Klar, im Winter ist es kalt. Aber die momentanen Temperaturen von bis zu –20 Grad am Olympiaort sind auch für hartgesottene Sportler grenzwertig. Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen klagte: „Das große Problem sind bei uns die Füße und die Zehen.“ Auch die Zuschauer leiden. Das große Olympiastadion hat kein Dach.

Die Nachtspiele: Wir bekommen nichts mit

Wegen der Zeitverschiebung finden viele Wettbewerbe statt, wenn bei uns tiefe Nacht ist. Die Abfahrt der Männer beginnt am Sonntag um 3 Uhr früh. Ob da rich­tige Olympiabegeisterung aufkommt?

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