Bei seinem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA wird der britische König Charles III. (77) am Dienstag seine mit Spannung erwartete Rede vor dem US-Kongress halten.
Charles ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter Queen Elizabeth II., der vor dem Kongress sprechen wird. Die Reise des Königs und seiner Frau, Königin Camilla (78), werden von den zuletzt angespannten britisch-amerikanischen Beziehungen überschattet. Kurz nach seiner Landung wurde er von US-Präsident Donald Trump zu einem Tee ins Weiße Haus eingeladen. Am Abend war noch ein Gala-Dinner geplant.
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Im Raum steht die Frage, inwieweit der Monarch in seiner Rede auf die Spannungen eingehen wird. Der US-Präsident hatte zuletzt unter anderem wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg immer wieder gegen die britische Regierung gewettert. Im Regierungssitz Downing Street hofft man daher, dass der König das Verhältnis der Verbündeten wieder in eine positive Richtung lenken kann. Trump gilt als großer Fan der britischen Royals.
Oval Office und Staatsbankett
Neben seiner Rede erwarten den König am Dienstag auch eine Militärzeremonie und ein Gespräch mit Trump im Oval Office. Geplant ist zudem ein abendliches Bankett. Im Anschluss an die Militärzeremonie soll Trump zudem im Garten des Weißen Hauses eine Rede sprechen.
Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington wurden die Pläne des Staatsbesuchs in letzter Minute überprüft, die Reise konnte jedoch wie geplant stattfinden. Trump versicherte dem Monarchen, dass er auf dem Gelände des Weißen Hauses "sehr sicher" sein werde.
Im Laufe der Woche reist das Königspaar weiter nach New York. Dort wollen die Royals unter anderem Rettungskräfte und Angehörige von Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 treffen. Letzte Station der USA-Reise ist Virginia, wo Charles und Camilla mit Vertretern der amerikanischen Ureinwohner zusammentreffen wollen.