Ein bekanntes Schmerzmittel wird in Deutschland großflächig zurückgerufen. Der Hersteller Pfizer verzichtet nach einer neuen Bewertung der Risiken komplett auf die Zulassung für das Medikament Gelonida.
Das Pharmaunternehmen Pfizer zieht die Reißleine bei seinem Produkt Gelonida. Da der Hersteller freiwillig auf die Zulassung verzichtet, verliert das Schmerzmittel seine Verkehrsfähigkeit und muss aus allen Apotheken verschwinden. Betroffen von diesem drastischen Schritt sind sämtliche Chargen, Packungsgrößen und Mindesthaltbarkeitsdaten des Präparats, das die Wirkstoffe Paracetamol und Codein kombiniert.
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Gefahr durch Opioid-Wirkstoff
Die Kombination aus dem gängigen Schmerzmittel Paracetamol und dem Opioid Codein gilt zwar als wirksam, birgt aber erhebliche Risiken. Codein kann laut Experten bereits bei normalen Dosen abhängig oder süchtig machen. Zudem besteht die Gefahr von gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat daher bereits im November 2025 entschieden, dass die Warnhinweise deutlich verschärft werden müssen.
Strenge Warnhinweise auf Packungen
Auf der Packungsbeilage muss künftig explizit stehen: „Dieses Arzneimittel enthält das Opioid Codein. Es kann abhängig und/oder süchtig machen.“ Pfizer hat nun die Konsequenzen gezogen und die Zulassung für die Gelonida Schmerztabletten ganz aufgegeben. Für Patienten in Österreich und Deutschland bedeutet das Handlungsbedarf. Wer das Mittel regelmäßig nutzt, sollte dringend mit einem Arzt über Alternativen sprechen.
Apotheken räumen ihre Lager
Nicht nur Patienten sind betroffen, auch die Apotheken müssen reagieren. Sie sind angehalten, ihre aktuellen Bestände zu prüfen und die Packungen an den Hersteller zurückzusenden. Erst kürzlich sorgten Verunreinigungen bei anderen Medikamenten für ähnliche Rückrufaktionen. In diesem Fall ist es jedoch die Neubewertung der Nebenwirkungen, die das Aus für das Kombi-Präparat besiegelt hat.