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Nizza, Berlin - und jetzt Stockholm

Dritter Anschlag in Folge: Lkw als Terrorwaffe des IS

86 Tote in Nizza, 12 in Berlin, weil Attentäter mit Lastwagen in Menschenmengen rasten.

Amokfahrten

Nizza. Berlin. Jetzt Stockholm. Zum dritten Mal benutzte ein Terrorist einen Lastwagen, um einen Anschlag in Europa zu verüben. In Nizza fuhr der Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel mit einem 19 Tonnen schweren Lastkraftwagen im Zickzackkurs in eine Menschenmenge auf der berühmten Promenade des Anglais. Der Anschlag geschah um 22.30 Uhr am Nationalfeiertag (14. Juli 2016), gerade als Einheimische und Touristen dem Feuerwerk zusahen. 86 Opfer starben, mehr als 400 wurden verletzt. Selbes Jahr, am 20. Dezember, kurz vor Weihnachten: In Berlin rast Anis Amri am Steuer eines – wie in Stockholm – gestohlenen Lkw in den Christkindlmarkt am Breitscheidplatz. Zwölf Menschen starben, 48 wurden verletzt.

IS: Lastwagen als "leichte und unverdächtige" Waffe

Aufruf und Anleitung. Hinter alldem dürfte wieder die ­Terrormiliz IS stecken. Die Dschihadisten riefen zu Anschlägen mit Lkw auf, im IS-Magazin Rumiyah wurde sogar eine ­Anleitung veröffentlicht: Ein Lastwagen sei „einfach zu beschaffen, nicht verdächtig“ und „die sicherste und einfachste Waffe“. Man solle „ein großes Fahrzeug mit aus­reichender Geschwindigkeit“ wählen, als Ziele werden „Märkte, Festivals und Paraden“ vorgeschlagen.

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