Hunderte Familien fliehen aus Aleppo

Syrischer Bürgerkrieg

Hunderte Familien fliehen aus Aleppo

Kämpfe um strategisch wichtigen Hügel lösen Massenflucht aus.

Aus der nordsyrischen Metropole Aleppo sind am Sonntag hunderte Familien vor Gefechten geflohen. Im Viertel Sheikh Makssoud sei eine Massenflucht zu beobachten, nachdem dort ein dutzend Granaten niedergegangen und mehrere Häuser zerstört worden seien, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Hunderte Autos mit Familien hätten das Gebiet wegen der Kämpfe zwischen Rebellen und regierungstreuen Kämpfern verlassen, fügte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, aus.

Sheikh Makssoud ist ein Viertel mit überwiegend kurdischer Bevölkerung. Die Kämpfe, die dort seit Freitag wüten, konzentrieren sich aber auf den sunnitischen Teil des Viertels. Dieses Gebiet ist strategisch bedeutsam, da es auf einem Hügel liegt, der Syriens zweitgrößte Stadt überragt. Von dort könne ganz Aleppo überblickt werden, sagte Rahman, dessen Organisation ihre Informationen über ein breites Netzwerk aus Kämpfern und Ärzten in Syrien bezieht, ihren Sitz jedoch in London hat.

Laut der Beobachtungsstelle will die syrische Armee die Aufständischen daran hindern, den strategisch wichtigen Hügel einzunehmen, von dem aus sie Angriffe auf Viertel unter der Kontrolle der Armee verüben könnten. Seit Freitag seien bei den Gefechten 30 Zivilisten, Rebellen und regierungstreue Kämpfer getötet worden.

Der Bürgerkrieg in Syrien hatte im März 2011 mit einer Revolte gegen die Führung unter Präsident Bashar al-Assad begonnen. Seitdem wurden nach UN-Schätzungen weit mehr als 70.000 Menschen getötet.

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