Papst Leo XIV. ist in den Apostolischen Palast im Vatikan zurückgekehrt. Leo XIV. bezog das Appartement im Apostolischen Palast gemeinsam mit seinen engsten Mitarbeitern und verbrachte dort die Nacht auf Sonntag, wie aus dem Vatikan verlautete.
Nach neun Monaten Renovierungsarbeiten ist das seit 13 Jahren ungenutzte päpstliche Appartement fertiggestellt worden.
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Die Räumlichkeiten im Apostolischen Palast umfassen unter anderem Schlafzimmer, eine Kapelle, eine Bibliothek, ein Büro, ein Esszimmer und einen Raum, von dem aus der Pontifex jeden Sonntag das Angelus-Gebet durch ein Fenster mit Blick auf den Petersplatz spricht.
Schäden am Dach abgedichtet
Während der Arbeiten wurden unter anderem Schäden am Dach abgedichtet und Teile der Renaissance-Gesimse aus Travertin gesichert, die sich durch Witterung und Verschmutzung gelockert hatten, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" (Samstagsausgabe). Die Renovierung wurde nach Vatikanangaben von der Gouverneurin der Vatikanstadt, Raffaella Petrini, begleitet. Sie habe regelmäßig Baustellenbesuche durchgeführt.
Der Papst soll künftig gemeinsam mit seinen beiden Sekretären im Appartement wohnen. Ordensschwestern werden die Haushaltsführung übernehmen. Im Zuge der Renovierung wurden auch einige Räume neu gestaltet. In der oberen Etage - der sogenannten Mansarde - entstanden Schlafzimmer, Nebenräume sowie eine kleine Kapelle. Außerdem wurde dort ein Bereich für Fitnessgeräte eingerichtet.
Fenster des Arbeitszimmers
Das päpstliche Appartement gilt im Vatikan als symbolträchtiger Ort. Von einem Fenster des Arbeitszimmers aus spricht der Papst traditionell sonntags das Angelusgebet auf dem Petersplatz. Mit dem Einzug des Papstes dürfte das Gebäude wieder dauerhaft genutzt werden.
Der im vergangenen Mai zum Papst gewählte Robert Francis Prevost hat bereits kurz nach dem Konklave entschieden, in den Apostolischen Palast zu ziehen. Zuvor hatte er ein Gebäude des ehemaligen Heiligen Offiziums, das für Kardinäle vorgesehen ist, bewohnt. Dort hat er auch in den vergangenen Monaten weiterhin gewohnt.