Brände in L.A.
Nach Frontal-Attacken: Trump und Newsom plötzlich ganz innig
"Es ist, als ob ihr von einer Bombe getroffen wurdet", sagte Trump in überraschend versöhnlicher Manier bei seiner Ankunft zu dem Demokraten Gavin Newsom. "Wir wollen es wieder in Ordnung bringen", sagte der Präsident. Das gehe nur, wenn man zusammenarbeite.
Newsom sagte zu Trump: "Wir werden Ihre Unterstützung brauchen, wir werden Ihre Hilfe brauchen." Trump sei während der Pandemie für Kalifornien da gewesen, das vergesse er nicht. Die beiden gaben sich mehrfach die Hand. Im Anschluss an die Begegnung machte sich Trump mit seiner Frau Melania ein Bild von der Zerstörung in Pacific Palisades.
In Pacific Palisades gingen die Trumps an der Seite von Einsatzkräften durch eine Straße. Sie sprachen mit Bewohnern, Melania nahm eine Frau in den Arm. "Wir brauchen Ihre Hilfe", sagte ein Mann zum Präsidenten. Viele im Ort hätten sich alleingelassen gefühlt von der lokalen Verwaltung. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr seien "unglaublich" gewesen. Trump sagte später, die Bewohner wollten ihre Häuser wieder aufbauen. Er werde Bauauflagen aufheben lassen. "Die Bundesregierung steht hinter Ihnen, zu 100 Prozent."
Frontal-Attacken
Trump wettert immer wieder gegen Newsom und machte ihn auch für das Ausmaß der Brände in dem Bundesstaat verantwortlich. Kurz nach seiner Amtseinführung diese Woche hatte er suggeriert, die Hilfe für Kalifornien an Bedingungen zu knüpfen.
Noch wenige Stunden vor der Begegnung mit Newsom hatte Trump in North Carolina noch gegen die kalifornischen Behörden Stimmung gemacht. "Sie (die Kalifornier) wurden schwer getroffen, wie Sie wissen. Und vieles davon hätte verhindert werden können, wenn sie Wasser gehabt hätten, wovon sie reichlich hatten, es aber nicht genutzt haben", sagte der Präsident. Er hatte diese Woche auch suggeriert, die Bundeshilfen für Kalifornien an Bedingungen zu knüpfen.
Wegen dieser Äußerungen musste sich Trump in Kalifornien großer Kritik stellen, als er mit Politikern zusammensaß. Der demokratische Abgeordnete Brad Sherman zog eine Parallele, um seine Mahnung zu unterstreichen: Er lehne die Abtreibungspolitik von Louisiana ab - er würde davon aber keine Bundeshilfen abhängig machen. "Ich hoffe, dass wir diese Mittel bekommen und dass wir Individuen nicht für die Politik ihres Staates bestrafen."
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