Philippinen

Nach "Haiyan": Millionen brauchen Hilfe

Haiyan
© Getty Images
Der Horror-Taifun erreichte Vietnam - Hilfe aus Österreich unterwegs.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Taifun "Haiyan" hat Millionen Menschen auf den Philippinen in Not und Verzweiflung gestürzt. Auch zwei Tage nach seinem Durchzug konnte die Zahl der Toten nur geschätzt werden - auf mehrere Tausend. Zerstörte Flughäfen, Häfen und Straßen erschwerten die einsetzende Hilfe.

Die Lokalbehörden fürchten inzwischen tausende Tote durch den gewaltigsten Taifun, der je Land erreicht hat. Der Polizeichef in Tacloban nannte 10.000 Todesopfer, aber die Regierung wollte das nicht bestätigen. "Die Zahlen sind alarmierend" sagte Aquino. "Unsere Priorität sind aber die Überlebenden." Das Außenministerium in Wien erklärte unterdessen, man habe derzeit keine Hinweise, dass auch Österreicher von der Katastrophe betroffen sind.

Die Katastrophenbehörde aus Eastern Samar östlich von Tacloban meldete 300 Tote und 2.000 Vermisste. Auch auf den Inseln weiter westlich war die Zerstörung verheerend, wie Fotos zeigten. Ganze Ortschaften waren dem Erdboden gleichgemacht, etwa in Concepcion und Sara in der Provinz Iloilo. "Wir haben die Bergung der Leichen angeordnet und werden sie in Massengräbern beisetzen", sagte der Präsident. "Weil sie ein Gesundheitsrisiko darstellen."

Die Katastrophenhelfer stehen vor einer gigantischen Aufgabe: Flughäfen sind zerstört, Hafenanlagen beschädigt, Straßen verschüttet oder mit entwurzelten Bäumen übersät. Kilometerlange Trümmerwüsten machen das Vorankommen fast unmöglich. Abgelegene Ortschaften waren auch am Sonntag noch von der Außenwelt abgeschnitten. Von dort lagen keine Informationen vor. Am Abend ein erster Lichtblick: Ein Funkturm für Handy-Signale wurde in Tacloban repariert und machte erste Kommunikation möglich, wie Einwohner per Twitter berichteten.

Rotes Kreuz schickt Katastrophenhelfer
Das Österreichische Rote Kreuz schickt den erfahrenen Katastrophenhelfer Georg Ecker aus Oberösterreich am Montag in die vom Taifun "Haiyan" verwüstete Katastrophenregion auf den Philippinen. Die wichtigste Aufgabe sei es, die Kollegen des Philippinischen Roten Kreuzes bei den Schadenserhebungen im Bereich Wasser und Hygiene zu unterstützen, hieß es am Sonntag in einer Aussendung.

"Trinkwasser und Hygienemaßnahmen sind nach solchen Katastrophen enorm wichtig. Vor allem geht es jetzt einmal um die Versorgung mit Trinkwasser und damit um das nackte Überleben", sagte Ecker. "In weiterer Folge geht es dann darum, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern". Ecker wird auch prüfen, ob weitere Rotkreuz-Fachkräfte zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen ins Krisengebiet entsandt werden müssen.

"Haiyan" fegt über die Philippinen


1 / 19

"Haiyan" fegt über die Philippinen

"Haiyan" fegt über die Philippinen

© AFP

"Haiyan" fegt über die Philippinen

"Haiyan" fegt über die Philippinen

© AFP

"Haiyan" fegt über die Philippinen

"Haiyan" fegt über die Philippinen

© AFP

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden