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OpenLeaks: WikiLeaks bekommt Konkurrenz

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Ab 13. Dezember soll OpenLeaks legal Informationen enthüllen.

Die von mehreren ehemaligen Wikileaks-Mitarbeitern konzipierte, alternative Enthüllungsplattform "Openleaks" soll schon kommenden Montag freigeschaltet werden. Die Alternativplattform soll es sogenannten Whistleblowers ("Auspackern") künftig ermöglichen, auf legale Weise anonym Informationen gezielt an Medien weiterzugeben.

OpenLeaks wird nichts publizieren
Ein selbst anonym bleiben wollender Mitarbeiter von Openleaks sagte gegenüber der Zeitung, man unterstütze im Prinzip auch weiterhin den Sinn und das Ziel von Wikileaks, nämlich anonymen Quellen, die mit wichtigen Informationen an die Öffentlichkeit gehen wollten, vollen Quellenschutz zu gewährleisten. Hauptunterschied zwischen den beiden Konzepten sei aber, dass Openleaks selbst keine Dokumente publizieren, sondern nur Vermittler sein wolle.

Unklar ob OpenLeaks den Usern etwas kostet
"Andere Organisationen" würden Zugang zu den Dokumenten erhalten, wobei die redaktionelle Verantwortung dabei ausschließlich bei letzteren bleiben soll. Ob und wie viel die Abnehmer für den Openleaks-Dienst bezahlen werden müssen, wurde vorerst nicht bekanntgegeben.

OpenLeaks will "neutraler Vermittler" sein
Die Openleaks-Macher, laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa unter anderem der Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg, wollen mit ihrem Konzept unterbinden, dass sie selbst juridisch angegriffen und unter Druck gesetzt werden können. Außerdem wollen die Wikileaks-Dissidenten mit ihrem Konzept eine Personalisierung - wie in der Person des derzeit im Mittelpunkt weltweiter Berichterstattung stehenden Wikileaks-Mitbegründers Julian Assange - vermeiden.

Im Impressum von Openleaks wird es laut "Dagens Nyheter" unter anderem heißen, die Plattform sei ein "neutraler Vermittler ohne politische Absichten - außer der Verbreitung von Informationen an Medien, Öffentlichkeit, ideelle Organisationen, Branchenverbände, Gewerkschaften und andere Interessengruppen".

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