Zellen werden aktiviert
So will IS Europa zerstören
Die Attacken gegen Touristen in
Barcelona und im Badeort Cambrils wurden von einer marokkanischen IS
-Terrorzelle in
Spanien durchgeführt. Die Terrormiliz IS
reklamierte die Taten via Internet für sich. Gleichzeitig wurde zu weiteren Anschlägen in
ganz Europa aufgerufen: „Tötet Ungläubige!“, heißt es. Und: „Verwendet Autos, fahrt in
Fußgängerzonen, verwendet auch Messer.“
Kleine Einheiten. Militärisch ist
der
IS
sowohl im Irak als auch in
Syrien praktisch handlungsunfähig. Mossul wurde zur Gänze rückerobert. Rakka, die IS
-Hochburg in
Syrien, steht kurz vor dem Fall.
Antiterrorexperten wie Shams Ul-Haq sind aber überzeugt, „dass die Zellen in
Europa weiterhin sehr stark sind, noch immer gut funktionieren und regen Zulauf haben“. Auch würden Dschihadisten in
Europa noch immer für Anschläge bezahlt, die Familien der
„Märtyrer“ werden großzügig mit Geld unterstützt.
Attentäter sollen mit einfachen Mitteln töten
Aufwendige Planung und hochkomplizierte Bomben seien aber nicht mehr im Einsatz: „Sie wurden angewiesen, mit einfachen Mitteln zu töten“, sagt Amer Albayati von der
Initiative Liberaler Muslime in
Österreich.
Bei Messerattacken oder Angriffen mit Autos gebe es auch kaum Chancen auf eine Gegenwehr. Er fordert einen effektiven Plan zur gemeinsamen Bekämpfung des Terrors in
ganz Europa: „Den gibt es noch immer nicht“, klagt Albayati an.
Ihre Befehle bekommen sie via verschlüsselte Botschaften im Internet. Selbst die IS
-Propagandaseite Amak, das als Nachrichtenagentur getarnte Sprachrohr der
fanatischen Killer, funktioniert noch immer. Amak publiziert auf Arabisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Kurdisch.
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