Grenze zur Türkei

Syrien: Assad lässt Panzer auffahren

Noch ist unklar, was genau Präsident Assad mit den Tuppen vorhat.

Das syrische Militär ist nach Angaben eines Rebellen-Generals unweit der türkischen Grenze mit etwa 170 Panzern aufgefahren. Entweder gehe es darum, dem türkischen Aufmarsch auf der anderen Seite der Grenze etwas entgegenzusetzen, oder es handle sich um Vorbereitungen für Angriffe auf Rebellenhochburgen im und rund um das Grenzgebiet nördlich der syrischen Großstadt Aleppo, sagte Mustafa al-Sheikh der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat am Freitag.

Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Nach dem Abschuss eines ihrer Kampfflugzeuge durch Syrien vor einer Woche hatte die Türkei am Donnerstag an der Grenze zum Nachbarland Flugabwehreinheiten stationiert.

Die syrischen Panzer befänden sich derzeit in der Nähe des Dorfes Musalmieh 30 Kilometer entfernt von der Grenze zur Türkei, sagte der General. Er gehört der Freien Syrischen Armee an, die größtenteils aus Deserteuren besteht. Sheikh leitet den Höheren Militärrat, einen Verband hochrangiger Offiziere, die von den Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu den Rebellen übergelaufen sind.

Aktivisten: Massaker mit 44 Toten bei Damaskus
Truppen des Regimes von Präsident Bashar al-Assad sollen in der Nähe von Damaskus ein Massaker begangen haben. 44 Menschen, unter ihnen Frauen und Kinder, seien in den frühen Morgenstunden des Freitags in der Vorstadt Duma von den Truppen getötet worden, berichteten syrische Oppositionsaktivisten. Sie stellten auch Bilder ins Internet, die in weiße und blutbefleckte Tücher gehüllte Leichen zeigen. Die Informationen ließen sich zunächst von unabhängiger Seite nicht bestätigen.

 

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