Vom Weißen Haus

Trump drehte spanische Website ab

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Trump hatte im Wahlkampf mit rassistischen Äußerungen gegen Mexikaner für Aufsehen gesorgt.

Die spanischsprachige Internetseite des Weißen Hauses wird nach Angaben der neuen US-Regierung nicht dauerhaft abgeschaltet: Nach Protesten gegen das Verschwinden der Website erklärte der Sprecher von US-Präsident Donald Trump am Montag, die Internetseite werde lediglich auf den neusten Stand gebracht.

Auf Fragen von Journalisten fügte Sean Spicer hinzu, die Aktualisierung der Seite werde mit Hochdruck vorangetrieben, bis zur Fertigstellung werde es aber noch etwas dauern. Zuvor hatte sich der spanische Außenminister Alfonso Dastis besorgt über das plötzliche Verschwinden der Internetseite kurz nach Trumps Amtsübernahme geäußert. Angesichts von 52 Millionen spanischsprachigen Menschen in den USA sei das "keine gute Idee". Nach US-Behördenangaben gibt es in den Vereinigten Staaten mittlerweile sogar fast 57 Millionen Hispanics - die größte Minderheit in dem Land mit einer Bevölkerung von 320 Millionen Menschen.

Viele Hispanics stammen aus Lateinamerika. Die Latino-Wähler stimmten bei der Präsidentschaftswahl im November mehrheitlich für Trumps Kontrahentin Hillary Clinton.

Trump hatte im Wahlkampf immer wieder mit rassistischen Äußerungen unter anderem gegen Mexikaner für Schlagzeilen gesorgt. Er schmähte sie pauschal als "Drogendealer" und "Vergewaltiger" und kündigte für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko an - wofür nach seinen Plänen Mexiko zahlen soll. Trumps Kabinett ist das erste seit 1989, dem kein Latino angehören wird.

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