Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen.
Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagte Selenskyj Montagabend.
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In einem anderen Programm für Unternehmen seien bereits 20.000 Anträge auf Beihilfen zur Wartung und Reparatur von Generatoren eingegangen. Außerdem sei eine halbe Milliarde Hrywnja (knapp zehn Millionen Euro) an zinslosen Krediten zum Kauf von Generatoren gewährt worden, sagte er in seiner allabendlichen Videobotschaft weiter. Der Bedarf dürfte allerdings viel größer und mit den vom Präsidenten genannten Zahlen nicht zu decken sein.
Neue Stromsperren angekündigt
Mehrere russische Luftangriffe seit Anfang Jänner haben die ukrainische Energieversorgung so beschädigt, dass Kiew, Charkiw und andere Städte bei strengem Frost kaum Strom und Heizung haben. In der Hauptstadt werden mehr als 1.100 Wohnblocks bis zum Frühjahr nicht beheizt werden können. Firmen halten den Betrieb mit dem Einsatz von Dieselgeneratoren am Laufen.
Auch für diesen Dienstag hat der staatliche Versorger Ukrenergo stundenlange Stromsperren in allen Landesteilen angekündigt.