Flüchtlings-Drama
Vermutlich 300 Tote vor Lampedusa
Vor der italienischen Küste sind rund 300 Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen von Libyen aus in Schlauchbooten die Überfahrt nach Italien angetreten hätten, vermutlich bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Das sagte eine Sprecherin des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
Drei Boote mit jeweils rund 100 Insassen würden vermisst, hätten Überlebende von zwei dieser Boote auf der italienischen Insel Lampedusa berichtet. Die italienische Küstenwache habe ein viertes Boot mit 105 Menschen an Bord aufgegriffen, das am Sonntag gemeinsam mit den vermissten Booten in See gestochen sei. Zu dieser Zeit habe es sehr hohen Wellengang gegeben und die Temperaturen wären nur knapp über dem Gefrierpunkt gelegen. Auf dem geretteten Boot seien 29 Menschen an Unterkühlung gestorben.
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