Nach heftigem Eisregen und Schneestürmen saßen am Montag Hunderttausende Menschen im Mittleren Westen der USA ohne Elektrizitätsversorgung in ihren Häusern. Mindestens 29 Menschen starben, in einigen Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen.
Besonders stark betroffen waren die Staaten Missouri und Oklahoma, wo Bäume und Stromleitungen mit einer dicken Eisschicht bedeckt waren und sich die Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelten.
Dutzende Tote
Mindestens 29 Menschen in sechs Bundesstaaten kamen
nach Angaben des Senders CNN bis Montagmittag durch das Winterwetter ums
Leben, die meisten von ihnen durch Verkehrsunfälle. Am Morgen hatte die
Sturmfront auch den Nordosten der USA erreicht. So stürzte nach
Fernsehmeldungen im Staat New York ein Mann, der einem ins Schleudern
geratenen Fahrzeug ausweichen wollte, von einer Brücke in den Tod.
Temperaturen zum Zittern
Die heftigen Winterstürme hatten am
Freitag eingesetzt. Langsam zog die Schlechtwetterfront über den Mittleren
Westen in Richtung Osten und bescherte auch Kansas und Teilen von Texas
Temperaturen zum Zittern. So rutschte auch in Dallas das Thermometer unter
Null, und auf dem dortigen Internationalen Flughafen mussten allein am
Sonntag etwa 400 Flüge wegen Glätte gestrichen werden.
Notstand in Missouri
Mehr als 300.000 Haushalte in Missouri waren
am Montag noch ohne Stromversorgung, nachdem Äste unter der Eislast
gebrochen waren und Stromleitungen mit sich herabgerissen hatten. Bereits
zuvor hatte der Gouverneur in dem Staat den Notstand ausgerufen und
Nationalgardisten zur Hilfe gerufen. Sie räumten blockierte Straßen und
gingen in besonders schwer betroffenen entlegenen Gebieten von Haus zu Haus,
um Einwohner mit den wichtigsten Gütern zu versorgen.
Oklahoma als Katastrophengebiet
In Oklahoma, das von Präsident
George W. Bush zum Katastrophengebiet erklärt wurde, saßen am Montag noch
etwa 120 000 Menschen im Dunkeln. In den Neuengland-Staaten im Osten
bereiteten sich die Menschen unterdessen auf eisige Temperaturen und zum
Teil heftige Schneefälle vor.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte am Freitag bereits den Notstand für den Bundesstaat Kalifornien ausgerufen.