Appell an Kanzler
13 Mal so viele 61-Jährige arbeitslos wie vor einem Jahr
OÖ. Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbands, hat sich vor der Pensionsreform in der ZiB2 deutlich gegen eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ausgesprochen. Bei den Frauen sehe man jetzt bereits die Auswirkung der schrittweisen Anhebung, sagte sie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Linz. "Im Juni 2026 waren in OÖ 13-mal so viele 61-jährige Frauen arbeitslos wie ein Jahr zuvor", sagt Frauensprecherin Renate Heitz (SPÖ). Frauen müssen länger arbeiten, bekommen aber oft keine Chance dazu, kritisieren die Politikerinnen.
"Wir müssen ein Bonus-Malus-System diskutieren", appelliert Landesrat Martin Winkler (SPÖ) direkt an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).
Die SPÖ spricht sich für ein Monitoring aus, das zeigt, wie viele ältere Beschäftigte in Unternehmen tatsächlich tätig sind. Wenn sich dabei große Unterschiede zeigen, müsse man darüber nachdenken, mit Anreizen oder Sanktionen zu reagieren. Winkler ist sich bewusst, dass diese Verhandlungen viele Monate dauern werden, sieht darin aber eine Chance den Fachkräftemangel abzudämpfen. Im Juni 2026 waren in OÖ 35.974 Menschen arbeitslos gemeldet. 32,6 % waren mindestens 50 Jahre alt,
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56,1 % der Frauen in Teilzeit
"Frauenarmut im Alter beginnt im Erwerbsleben", sagt Heitz. In OÖ arbeiten 56,1 % der erwerbstätigen Frauen in Teilzeit - der höchste Wert aller Bundesländer. Und: Nur in Vorarlberg gibt es noch weniger Durchschnittspension für Frauen als in OÖ.
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