Die Linzer legten bei fast tropischen Temperaturen mit über 30 Grad los wie die Feuerwehr, bereits in der ersten Viertelstunde musste sich Cican Stankovic beweisen.
Und der Ex-Salzburger ließ sich die zwei Jahre ohne echte Spielpraxis nicht anmerken: Gegen Samuel Adeniran war er blitzschnell am Boden und wehrte zur Ecke ab (7.). Den Schuss von Christoph Lang, der an die Stange kullerte, hätte er wohl ebenso gehabt (15.).
Drückende Hitze, andrückender LASK
Fünf Minuten später fiel dann aber der erste Treffer der neuen Saison. Einen Distanzschuss parierte Stankovic noch stark, den Abpraller servierte Kasper Jörgensen aber genau auf den Kopf von Adeniran (20.). Krystof Danek stand vor dem Keeper, Abseits wurde aber nicht gepfiffen.
Den ersten Doppelpack gab es neun Minuten später. Donovan Pines verstoppte sich einen Pass und brachte im Anschluss Danek zu Fall. Der US-Amerikaner verwandelte den Elfmeter souverän (29.). Schon zur Halbzeit hielten die Linzer bei 15 Torschüssen, der GAK bei einem.
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Wohl auch wegen der drückenden Hitze gingen die Gastgeber danach etwas in den Verwaltungsmodus. Das Kommando gaben die Linzer aber nie ab.
In der 77. Minute musste Lukas Jungwirth das erste Mal eingreifen, den Kopfball von Alexander Hofleitner fing er rechtzeitig auf der Linie. Stattdessen schlug es am anderen Ende noch einmal ein.
Komplette Kontrolle der Linzer
Nach einem hohen Ballgewinn bekam Lang den Ball, seinen Gegenspieler tänzelte der 24-Jährige vor seinem starken Abschluss ins lange Eck aus (79.). Eine zweite große GAK-Chance vergab Anthony Smits kurz vor Schluss, als er einen Kopfball aus nächster Nähe neben den Kasten setzte.(90.+1)
Ein Schuss aufs Tor, vier Ballberührungen im Strafraum und 42 Prozent Ballbesitz auf Seiten von Ferdinand Feldhofers Team sprachen Bände darüber, wie sehr der LASK das Spiel kontrollierte.
Für einen negativen Schlusspunkt sorgten aber die Heim-Fans: Nach Abpfiff wurde GAK-Goalie Stankovic aus der Fan-Tribüne von einem Objekt im Gesicht getroffen. Der 33-Jährige blieb unverletzt.
Die Reaktionen:
Dietmar Kühbauer (LASK-Trainer): "Natürlich sind wir froh, dass wir das erste Spiel gewonnen haben. Die Jungs haben es ganz gut gemacht. Auch wenn der GAK versucht hat tief zu stehen, haben wir Lösungen gefunden. Wir haben es hinten hinaus vielleicht verpasst, dass es noch höher ausfallen kann. Da waren wir ein bisschen ungenau, wenn ich eine leise Kritik übe. Aber wir haben einen Dreier eingefahren mit einer guten Leistung, also kann man da drüber hinwegsehen."
Samuel Adeniran (LASK-Doppeltorschütze): "Ich bin sehr zufrieden, es war ein toller Auftakt. Wir haben an die vergangene Saison angeknüpft. Ich wollte die Form aus der Vorsaison gleich mitnehmen. Es ist nie einfach, nach einer Vorbereitung zu wissen, wo man steht, aber ich bin sehr zufrieden. Sasa Kalajdzic ist ein großartiger Fußballer, wir haben uns großartig auf dem Rasen verstanden. Ich spiele aber auch sehr gerne mit Christoph Lang und Krystof Danek zusammen."
Sascha Horvath (LASK-Kapitän): "Natürlich wollten wir nach der letzten Saison einen besseren Start hinlegen. Wir waren sehr, sehr dominant. Das war eine sehr, sehr erwachsene Vorstellung. Nach der letzten Saison haben wir sehr viel Selbstvertrauen getankt. Das Spiel hat uns aber auch in die Karten gespielt. Wir haben von der ersten Minute an unsere Stärken auf den Platz gebracht, sie haben es uns - unter Anführungszeichen - aber auch ein bisschen leicht gemacht."
Ferdinand Feldhofer (GAK-Trainer): "Der LASK hat von Anfang an sehr seriös, sehr druckvoll gespielt. Sie waren klar überlegen. Wir konnten keine Entlastung praktizieren, weil wir keine Bälle gehalten haben. Wir haben uns wirklich viel vorgenommen. Wenn der Gegner so dominant auftritt und gefühlt auf jeder Position jedes Duell gewinnt, dann zermürbt dich das. Dann findest du nicht das nötige Selbstvertrauen. Das ist in der ersten Hälfte der Fall gewesen. Wir sind zu spät ins Spiel gekommen."
Peter Michorl (GAK-Neuzugang): "Es war ein hochverdienter Sieg des LASK, der wahrscheinlich auch noch höher ausfallen kann. Wir waren in der ersten Halbzeit zu mutlos, haben uns gleich hinten reindrücken lassen. So war es nicht geplant, so tief zu stehen. Wir müssen uns noch viel mehr finden. Heute war es der Double-Sieger, das war wahrscheinlich nicht unsere Kragenweite. Wir sind eigentlich nur hinterhergelaufen. Wenn wir versucht haben rauszuspielen, haben wir kapitale Eigenfehler gemacht, die dann hier bestraft werden."
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