Neue Studie:
70 % frustriert von der EU
Nur zwölf Prozent der Befragten spüren einen Aufbruch, besonders düster sei die Stimmung für die EU in Frankreich, Deutschland, Italien. Dort liegt das Lager der "Negativen" bei knapp 40 Prozent – sie glauben, die besten Tage der Union seien vorbei.
Der European Council on Foreign Relations und die European Cultural Foundation haben 5.834 Menschen in sechs Ländern interviewt. Die WELT titelt dazu: "70 Prozent Ablehnung für die EU". Die Presse und die SZ fassen es nüchterner: Unzufriedenheit ja, Exit-Wunsch nein. Denn: Drei Viertel wollen in 20 Jahren mehr Europa, nicht weniger. Nur 13 Prozent träumen von weniger Union oder vom Ende.
EU sollte endlich liefern
Vier Typen hat der Forscher Paweł Zerka herausdestilliert: Die größte Gruppe sieht Abstieg. Eine kleinere bleibt Fan der EU, zwölf Prozent fühlen sich von EU-Politik kaum betroffen. Hoffnungsträger? Die sind dünn gesät. Spaniens Premier Pedro Sánchez kommt auf acht Prozent. Der Rest der EU-Prominenz dümpelt dahinter. Von der Leyen muss am 16. September in Brüssel den Zustand der Union erklären. Die Botschaft aus den Wohnzimmern ist klar: Die EU nicht sprengen – aber sie muss endlich liefern. Sonst füllen die Populisten die Lücke, die die Studie "Vorstellungslücke" nennt.
Die ganze Studie zum Nachlesen: https://ecfr.eu/special/future-nostalgia-europes-unfinished-song/#europes-alarm-bells
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden