Fast Food

Achtung! DAS ist im McDonalds-Burger wirklich drin

McDonald's
© Reuters
In der ZDF-Sendung "besseresser" nimmt Sebastian Lege Produkte von McDonald’s unter die Lupe. Er zeigt, wie viel industrielle Verarbeitung tatsächlich hinter McChicken, McFlurry und Co. steckt.
OE24 auf Google bevorzugen

Im ZDF-Format "besseresser" prüft der Koch und Produktentwickler Sebastian Lege regelmäßig bekannte Lebensmittel. In der Ausgabe "Die Tricks von McDonald’s" analysierte er Klassiker der Fast-Food-Kette wie den McChicken, den McFlurry, den McMuffin oder die Apfeltasche. Dabei ging es um die Frage, wie Produkte möglichst günstig, standardisiert und gleichzeitig appetitlich hergestellt werden.

Viel Haut im McChicken

Besonders beim McChicken zeigt sich die industrielle Herstellungsweise. Der Burger besteht nicht aus einem klassischen Hähnchenfilet, sondern ist ein hochverarbeitetes Produkt. Der Hähnchenanteil liegt bei rund 62 Prozent. Neben zerkleinertem Fleisch verarbeitet der Hersteller einen beachtlichen Anteil Hähnchenhaut, die für mehr Saftigkeit und Geschmack sorgt. Die Masse wird technisch verarbeitet, geformt und paniert. Für das Unternehmen ist diese Methode deutlich günstiger und ermöglicht eine gleichbleibende Qualität bei großen Mengen.

Aromen und Tricks beim Dessert

Auch bei Nachspeisen wird mit industriellen Kniffen gearbeitet: Beim McFlurry stammt der Vanillegeschmack nicht aus echten Vanilleschoten, sondern aus günstigerem Vanillin. Laut Verbraucherzentrale ist dieser Geschmack Verbrauchern so vertraut, dass der Unterschied kaum wahrgenommen wird. Ein ähnliches Prinzip zeigt sich bei der Apfeltasche. Die Füllung enthält weniger Apfel, als vermutet wird, und wird stattdessen mit Wasser, Zucker und Verdickungsmitteln aufgebaut. So entsteht ein reichhaltiges und fruchtiges Mundgefühl.

Systematische Optimierung seit vielen Jahren

Hinter diesen Methoden steht ein Grundprinzip der Convenience-Industrie. Produkte sollen überall identisch schmecken, optisch vertraut wirken, schnell produzierbar und wirtschaftlich kalkulierbar bleiben. Kritiker bemängeln diesen Grad der Verarbeitung seit Langem. Bereits 2017 kritisierte Steve Ells, Gründer der US-Kette Chipotle, laut Business Insider das natürliche Image von McDonald’s bei gleichzeitig industrieller Fertigung. Auch Beiträge internationaler Medien wie Earth Eats zeigten etwa bei den Pommes den Einsatz von Dextrose für eine gleichmäßige Färbung sowie Natrium-Säure-Pyrophisotat für die Optik nach der Verarbeitung.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden