Aktuelle Studie
Autoanteil in Wien gleichbleibend hoch
"Das Ziel der Wiener Stadtregierung war, den Anteil des Pkw-Verkehrs bis 2025 auf 20 Prozent zu senken. Dieses Ziel ist klar verfehlt worden", sagt Verkehrswissenschaftler Paul Pfaffenbichler (BOKU) im Podcast "Stadtwandel". Dabei sei der öffentliche Verkehr in Wien "extrem gut ausgebaut" und biete mittlerweile ein "24/7-Angebot". Berufspendler dürften das naturgemäß anders sehen.
Bequemlichkeit statt Notwendigkeit
Viele Autofahrten seien laut Pfaffenbichler gar nicht nötig: "Sehr oft habe ich das Gefühl, dass das eher eine subjektive Abhängigkeit vom Pkw ist." Der Verkehrssektor war 2023 für 38 Prozent der Wiener Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Rad wuchs, Auto blieb
Ex-Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ) verweist auf den Radverkehr, der unter seiner Amtszeit von 2 auf 6 Prozent stieg. Tempo 30 in der ganzen Stadt "wäre sicher sinnvoll", so Schicker.
Kritik der FPÖ
Der Modal Split zeigt, wie viel Prozent der Wege in Wien mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt werden – und genau diese Zahlen sind für die FPÖ nun der Beweis, dass Verkehrsstadträtin Ulli Simas SPÖ-Politik gescheitert ist. Trotz Fahrverboten, Parkplatzabbau und Radweg-Offensiven sei der Autoanteil zuletzt wieder gestiegen, der Radverkehr sogar leicht gesunken – für FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik und FPÖ-Mobilitätssprecher Klemens Resch "eine krachende Watsche für Simas ideologiegetriebene Verkehrspolitik". "Die Wiener lassen sich ihre Mobilität nicht von der Stadtregierung vorschreiben", so die beiden. Kritisiert werden zudem Staus durch Fahrbahnverengungen, Mängel bei U2/U5 sowie "Sinnlos-Radwege" wie in der Krottenbachstraße, die Parkplätze kosten und mehr Suchverkehr erzeugen. Die FPÖ fordert stattdessen den Lobau-Tunnel und lehnt flächendeckende Tempo-30-Zonen ab – Wien brauche "wieder eine Verkehrspolitik mit Hausverstand".
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