Frau hat Vorgeschichte

Dämonen im Bus - Mutter sticht auf Tochter (13) ein

Eine dunkle Silhouette, eine Hand mit Messer und ein Bus der OÖVV in Bad Goisern.
© Getty, OÖVV
Furchtbare Szene spielten sich in einem Bus im Salzkammergut ab: Eine Philippinin randalierte mit einem Messer und hatte davor ihre Tochter und sich selbst attackiert, weil sie überall Dämonen sah. Die 45-Jährige ist keine Unbekannte - sie hatte 2018 in Wien ihren damals acht Monate alten Sohn getötet.
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OÖ, Wien. Laut Polizei  hat ein Busfahrer vergangenen Montag gegen 13.40 Uhr am Notruf angezeigt, dass in seinem Bus eine Frau mit einem Messer andere Passagiere bedrohen würde. Er sei nun am Bahnhof Steeg-Gosau in Bad Goisern. Beim Eintreffen der Beamten am Tatort war die Situation zunächst unübersichtlich. Es standen etwa 15 Passagiere des Busses in der Nähe des Bahnhofs. Auf einer Bank saß eine 45-Jährige aus Wien, die am Halsbereich stark blutete.

Ihre 13-jährige Tochter hatte ebenfalls eine Verletzung am Halsbereich und befand sich im Büro des Fahrdienstleiters. Zeugen berichteten, dass die Philippinin aus Wien kurz davor im Bus ihre Tochter mit einem Messer angegriffen habe. Durch das Eingreifen zweier Passagiere konnte Schlimmeres verhindert werden. Anschließend hat sich die Mutter noch selbst mit der Tatwaffe am Hals und der Hand verletzt. Dabei schrie sie immer wieder "Dämon, Dämonen." Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels wurde die 45-Jährige in die Justizanstalt Wels eingeliefert.

Unbequeme Fragen an Justiz wegen Mutter

Die schwer verwirrte Frau wurde festgenommen und befindet sich wegen des Verdachts auf Mordversuch in Untersuchungshaft. Ein psychiatrisches Gutachten wird in Auftrag gegeben.

Wie oe24 aus informierter Quelle bestätigt bekam, hat die Beschuldigte eine furchtbare einschlägige Vorgeschichte: 2018 hatte sie ihren damals acht Monate alten Sohn in Wien im Donauspital erstickt und wurde wegen des Anlassdelikts des Mordes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher (heute: forensisch-therapeutisches Zentrum) eingewiesen. Davor war sie an einem erweiterten Selbstmord an sich und ihrer damals noch 4-jährigen gescheitert, obendrein beschuldigte sie plötzlich den Schwiegervater des sexuellen Missbrauchs an dem kleinen Mädchen, was sich als Fantasiegebilde der Frau - die auch behauptete, selbst als Teenie von der philippinischen Sex-Mafia missbraucht worden zu sein - herausstellte. Das Verfahren gegen den Schwiegervater, einem Oberösterreicher aus dem Salzkammergut, der von Star-Anwalt Rudi Mayer vertreten worden war, wurde eingestellt.

Die damals 37-Jährige dagegen kam in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher (in Wien), wurde aber mittlerweile schon vor Jahren wohl nach einem Gutachten und mit Genehmigung des zuständigen Vollzugsgerichts, als - bei entsprechender Medikation - geheilt bzw. nicht mehr gefährlich eingestuft und in Freiheit entlassen. Eine angesichts der jüngsten Entwicklung durchaus fragwürdige Entscheidung. Und: Warum durfte die Frau wieder mit ihrer Tochter zusammensein? Hatte sie überhaupt die Obsorge? Das muss die zuständige Kinder- und  Jugendhilfe beantworten.

Die 13-Jährige  wurde nach dem Vorfall jedenfalls ambulant im Krankenhaus behandelt und dann an die Familie übergeben, heißt es unter Berufung auf die Kinder- und Jugendhilfe des Landes Oberösterreich.

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