Interview

Davor warnt Darmkrebs-Experte in der "ZiB2"

© ORF 2 (Screenshot)
Der Darmkrebs-Spezialist Dominik Wolf will die Angst vor Vorsorgeuntersuchungen nehmen.
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Die Stadt Wien startet ein Darmkrebs-Vorsorgeprogramm. Eine halbe Million Menschen werden eine Einladung zu einem kostenlosen Screening bekommen.

Hintergrund: Sowohl bei Männern als auch bei Frauen zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen.

Darmkrebs-Spezialist Dominik Wolf - Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie in Innsbruck -  war dazu am Dienstagabend in der "ZiB2" zu Gast.

Das Pilotprojekt der Stadt Wien begrüßt der Experte. Das sei hoffentlich ein "Auftakt" für ein landesweites Vorsorgeprogramm. Es sei ein "ganz wichtiges Element, auf die Menschen zuzugehen".

Vor allem jüngere Altersgruppen - also 45- bis 50-Jährige - würden sich "in der Regel in einer Lebensphase" befinden, "wo man das noch nicht ernst genug nimmt", so Wolf.

Krebspatienten werden zudem jünger. Der Grund dafür sei nicht genau klar. Es hänge aber mit dem Lebensstil, der Ernährung, zu wenig Bewegung und anderen Faktoren zusammen, so der Experte.

Experte warnt vor fehlenden Vorsorgeuntersuchungen

Vor der Darmspiegelung (Koloskopie) will Wolf die Angst nehmen. Man "kriegt überhaupt nichts mit". Auch vor einer möglichen Diagnose sollte man keine Angst haben. Denn bei einer frühen Diagnose habe man eine hohe Wahrscheinlichkeit, gesund zu werden. Wer nicht zur Vorsorge geht - und der Krebs somit erst spät erkannt wird -, habe geringere Überlebenschancen.

Alternativ gibt es auch den FIT-Test, bei dem eine Stuhlprobe auf Blut untersucht wird.

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