OÖ zieht nach

Nächstes Personalbeben in der Wirtschaftskammer

Flagge der Wirtschaftskammer.
© APA/TOBIAS STEINMAURER
Nach der Bundeskammer in Wien zieht nun auch die Wirtschaftskammer OÖ nach und will Stellen abbauen.
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Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Oberösterreich hat am Dienstag ein Reformkonzept beschlossen, dessen Eckpunkte im Wesentlichen lauten: Die Kammerumlage 2 soll bis 2029 von derzeit 0,19 auf 0,16 Prozent gesenkt und das Serviceangebot für die Mitglieder verbessert werden. Im Gegenzug werden Strukturen auf den Prüfstand gestellt und um die 50 der derzeit rund 410 Vollzeitäquivalente sollen im selben Zeitraum über natürliche Fluktuation abgebaut werden.

Das Reformkonzept wird von einer breiten Mehrheit getragen - Wirtschaftsbund, Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, UNOS, Liste Industrie, WIR und Grüne Wirtschaft haben zugestimmt, die Freiheitliche Wirtschaft war dagegen. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich habe bereits den niedrigsten Beitragssatz aller Länderkammern, rechnete Präsidentin Doris Hummer vor. Bis 2029 soll die Kammerumlage 2 von derzeit 0,19 auf 0,16 Prozent sinken, der Senkungspfad soll bis zum Herbst festgelegt und dann im Wirtschaftsparlament beschlossen werden. "Mit der bereits 2025 erfolgten Senkung bedeutet das minus 20 Prozent", so Hummer, "damit leistet Oberösterreich seinen Beitrag zum Erreichen des bundesweiten Entlastungsziels von 100 Mio. Euro".

10 Mio. Euro weniger zur Verfügung

Allerdings werden der Kammer mit der Beitragssenkung 2029 rund 10 Mio. Euro weniger zur Verfügung stehen als derzeit. Förderungen und Ausgaben sollen daher ebenso evaluiert werden wie die Personal- und Funktionärsstruktur, die Anzahl und Struktur der Fachgruppen und die Bezirksstellen. Das Reformpapier enthält eine "schrittweise Personalreduktion im Einklang mit Umlagensenkungen und Automatisierung (KI) über natürlichen Abgang", allerdings keine Zahl. Der Personalabbau soll aber 10 bis 15 Prozent der Belegschaft betreffen, was rund 50 Vollzeitäquivalente wären.

Die gemeinsame Erklärung sieht auch eine Verbesserung des Serviceangebots für die Mitglieder vor. So sollen KI-Services ausgebaut werden, ebenso sind eine Service-, Beratungs- und Ausbildungsoffensive, Coachings für Unternehmer und ein Förderangebot für Start-Ups im Export geplant. Vorgesehen sind auch eine neue, transparentere Form der Leistungsbilanz und eine Statuserhebung zu Rücklagen und stillen Reserven.

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