Neuer Fall

Drogen- und Sex-Skandal bei der Bundeswehr

Erneut Ermittlungen in der Bundeswehr,
© Getty Images
Erneut schwere Anschuldigungen gegen deutsche Soldaten: Nach dem Skandal um sexuelle Übergriffe, Drogen und Rechtsextremismus in Zweibrücken steht nun ein Sanitätsregiment in Sachsen-Anhalt im Mittelpunkt der Ermittlungen. Auch ein Vorgesetzter gerät ins Visier.
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In der Sachsen-Anhalt-Kaserne in Weißenfels herrscht Alarmstimmung. Beim dort stationierten Sanitätsregiment 1 untersuchen Wehrdisziplinaranwälte und Feldjäger mögliche Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie sexuelles Fehlverhalten. Nach Recherchen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) soll ein Vorgesetzter seine hierarchische Stellung ausgenutzt haben, um intime Kontakte zu einer Rekrutin zu unterhalten.

Erst kürzlich flog weiterer Skandal auf

Ermittler durchsuchten  Dienstzimmer und Soldatenunterkünfte, versiegelten Räume und führten Vernehmungen durch. Mehrere Soldaten erhielten Kasernenverbot. Das Verteidigungsministerium bestätigte die laufenden Untersuchungen und kündigte eine konsequente Aufklärung an.

Besonders brisant: Erst vor wenigen Monaten erschütterte ein ähnlicher Skandal die Bundeswehr. Im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken standen 59 Soldaten wegen mutmaßlicher Verfehlungen im Fokus. Die Vorwürfe reichten von Drogenmissbrauch über sexuelle Übergriffe bis zu rechtsextremistischen Umtrieben. Von 21 beantragten Entlassungen waren im Frühjahr bereits 16 vollzogen.

Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann verspricht eine kompromisslose Aufklärung. Fehlverhalten werde nicht geduldet.

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