Bei Mbappé-Tor

FIFA droht nächster Schiri-Zoff bei der WM

Kylian Mbappé jubelt nach einem Tor im Viertelfinale der WM 2026 gegen Marokko.
© APA/AFP/ODD ANDERSEN
Frankreich marschiert weiter durch das Turnier. Mit einem 2:0-Sieg über Marokko ziehen die "Les Bleus" ins WM-Halbfinale. Jedoch sorgt das 1:0 von Kylian Mbappé nun für Diskussionen.
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Frankreich steht nach einem 2:0 gegen Marokko im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Dort werden sie auf den Sieger zwischen Spanien und Belgien treffen. Marokko hingegen hadert mit dem ersten Gegentor. Der Nationaltrainer der Nordafrikaner Mohamed Ouahbi (49) wirft die Frage auf, ob das Tor von Kylian Mbappé wegen eines möglichen Handspiels in der Entstehung nicht hätte zählen dürfen.

Nach dem Abpfiff meint Ouahbi: "Einige Spieler haben aufgehört zu spielen, weil sie ein Handspiel gesehen haben. Und es war definitiv ein Handspiel!" Aber der Trainer selbst erklärt, dass es sich hierbei nicht unbedingt um eine Fehlentscheidung handle: "Ich weiß allerdings nicht, ob es hätte gepfiffen werden müssen oder nicht – da habe ich keine Ahnung ..."

Aufregung Mbappé-Tor

In der 60. Minute springt der Ball bei einem Zweikampf zwischen Marokkos Brahim Diaz und Frankreichs Adrien Rabiot vom eigenen Körper aus kurzer Distanz an den Arm von Rabiot. Einige Marokko-Spieler heben sofort den Arm, bleiben kurz stehen und beschweren sich beim Schiedsrichter Facundo Tello (Argentinien). Er lässt weiterspielen. Gleichzeitig schlägt Frankreich-Star Lucas Digne eine Flanke, die der marokkanische Verteidiger Noussair Mazraoui klären kann. Danach entscheidet Rabiot ein Kopfballduell für sich. Der Ball kommt bei Mbappé an. Der schlenzt ihn aus 16 Metern ins lange Eck und zur 1:0-Führung für Frankreich.

Das Reklamieren der Marokkaner ist nicht für das Gegentor verantwortlich, das 13 Sekunden später fällt. Ähnlich sieht es Trainer Ouahbi: "Letztlich war es aber eine Einzelaktion von Kylian Mbappé, die zum Tor geführt hat."

Wieso hat der VAR nicht eingegriffen?

Aber wieso hat der VAR nicht eingegriffen? Eine mögliche Erklärung: Das Handspiel war nicht unmittelbar vor der Torentstehung. Die Flanke wurde geklärt, wodurch eine neue Spielsituation entstanden ist. Laut dem Regelhandbuch des DFB werden alle Tore aberkannt, die entweder direkt mit der Hand/dem Arm erzielt worden sind oder unmittelbar, nachdem er den Ball mit der Hand/dem Arm berührt hat. Dabei ist es unwichtig, ob das Handspiel absichtlich oder unabsichtlich war.

Die Niederlage in der Neuauflage des WM-Halbfinales von 2022 (auch damals gewann Frankreich 2:0) nimmt Ouahbi sportlich hin: "Wir müssen weiter an uns glauben. Wir werden jetzt nicht aufgeben. Wir müssen an den Grundlagen arbeiten und dafür sorgen, dass wir bei Verletzungen auf einen größeren und stärkeren Kader zurückgreifen können."

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