Kommt es jetzt ganz schnell zum großen Transfer-Knall in der Formel 1? Mit dem bitteren Ausfall von Max Verstappen beim Rennen in Silverstone dürfte die Geduld des vierfachen Weltmeisters mit dem kriselnden Red Bull endgültig am Ende sein.
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Vor dem Rennen wollte er einen Motorentausch vornehmen und aus der Boxengasse starten. Das wurde ihm scheinbar von den Rennstrategen im Team verwehrt. Ein Video, wie sich Verstappen von seinem Renningenieur Gianpiero Lambiase, der das Team mit Saisonende in Richtung McLaren verlassen wird, genervt wegdreht und sogar von Red Bull selbst geteilt wurde, machte schon während dem Rennen die Runde.
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Nach seinem Ausfall schimpfte er verzweifelt in den Boxenfunk. Das Auto sei einfach nur "sch****", tobte er in Richtung der Crew. Zurück in der Boxengasse war von Beruhigung nichts zu merken. Auf die Frage einer Reporterin, warum er etwa nicht mit einer neuen Power Unit an den Start ging, antwortete der 28-Jährige beleidigt, dass man das beim Team nachfragen müsse, weil er kennt die Antwort darauf nicht und wäre dafür gewesen.
Bullen-Krise
Beim österreichischen Rennstall dürfte es nach dem Ende der Ära von Christian Horner und Helmut Marko gewaltig brodeln und nichts mehr funktionieren. Obwohl man laut Angaben der Formel 1 die beste Power Unit besitzt, fährt man hinter Mercedes, McLaren und Ferrari hinterher, ohne Besserung in Sicht.
Hinzu kommen immer wieder Gerüchte, dass Verstappen den Rennstall mit Saisonende verlassen wird. Dabei wird immer wieder eine brisante Vertragsklausel erwähnt. Wenn der Niederländer bis zur Sommerpause nicht auf Platz 1 oder 2 der Fahrerwertung liegt, darf er das Team wechseln.
Red Bull versuchte zwar, die Klausel aus dem Vertrag zu kaufen, allerdings ohne Erfolg. Ein weiteres Indiz dafür, dass man im Verstappen-Lager den Abgang bereits vorbereitet.
Entscheidung steht
Und genau das ist jetzt nach seinem Silverstone-Aus fix. Obwohl noch zwei Rennen in Belgien (So., 19. Juli, ab 15 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) und Ungarn (So., 26. Juli, ab 15 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) am Programm stehen, ist das Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell zu weit weg.
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Der Red-Bull-Star liegt derzeit mit 76 Punkten auf Rang 7 der Fahrer-WM. Sollte er beide Rennen gewinnen, könnte er rein rechnerisch nur noch auf den vierten Platz vorstoßen, wenn alles für ihn spricht. Genau das ist zu wenig für den Anspruch des Niederländers. Auch deshalb bekräftigte sein Manager Raymond Vermeulen stets nur, dass man diese Saison nicht aufgibt und mit Red Bull zu Ende fahren will.
Das Ende der Traum-Beziehung dürfte dennoch kurz bevorstehen. Am realistischsten dürfte ein Wechsel zu McLaren sein, allerdings wurden auch Ferrari, falls Lewis Hamilton sein Karriereende bekannt gibt, und Aston Martin genannt. Der britische Rennstall, bei dem einige ehemalige Red-Bull-Erfolgsgaranten, wie Adrian Newey, das Sagen haben, hat derzeit allerdings ähnliche Probleme wie die Bullen. Sollten diese im Verlauf der Saison noch behoben werden, könnte das auch ein heißer Kandidat auf das nächste Verstappen-Cockpit werden.
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