Vuelta a Espana

Gall stürmt Richtung Gesamt-Podest

Felix Gall beim Schlussanstieg auf Schotter.
© Getty Images
Radstar Felix Gall setzt seinen Höhenflug bei der Vuelta fort: Bei schwierigen 6. Etappe über 177,4 km nach Castellon verbesserte sich der Osttiroler auf den 5. Gesamtplatz.
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Der Osttiroler wurde Tages-Sechster, 46 Sekunden hinter Leader Tadej Pogacar (UAE), der seinen schon dritten Etappensieg bei dieser Spanien-Rundfahrt feierte. Unmittelbar hinter dem Slowenen landete Enric Mas, der nun noch vor Primoz Roglic Gesamtzweiter (+3:34 Min.) ist.

Nur Pogacar bleibt unerreichbar

Gall überholte Sepp Kuss (USA) und Oscar Onley (GBR) und weist nun 4:55 Minuten Rückstand auf Pogacar auf. Dem Giro-Zweiten, der sich im Decathlon-Team wieder einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung vorgenommen hat, fehlen auf den drittplatzierten Roglic aktuell 34 Sekunden.

Ganz vorne wird die Vuelta immer mehr zu einer Machtdemonstration von Straßen-Weltmeister Pogacar. Er forcierte auf den Schotterpisten des Puerto El Bartolo am letzten Berg des Teilstücks das Tempo und zog gemeinsam mit Mas davon, der im Sprint gegen den Rad-Topstar keine Chance hatte. Auf der gefährlichen Abfahrt hatte Pogacar allerdings einen Schreckmoment, denn 19 Kilometer vor dem Ziel versteuerte sich der Slowene und machte einen kleinen Abstecher neben die Fahrbahn. Pogacar konnte das Malheur aber schnell ausbessern.

Er könnte als erster Radprofi seit Tony Rominger 1994 einen Start-Ziel-Sieg bei der Vuelta feiern. Die Vuelta ist die einzige Grand Tour, die dem Ausnahmekönner noch fehlt. Bei seinem bis dato einzigen Antreten 2019 mit 19 hatte er schon drei Etappen gewonnen.

Dabei hatte eine größere Ausreißergruppe zwischendurch einen komfortablen Vorsprung von mehreren Minuten herausgefahren. Mit dabei war auch Patrick Konrad (Lidl), der rund 28 km vor dem Ziel zurückfiel.

Am Freitag könnte Pogacar bereits den nächsten Sieg einfahren. Denn auf der siebenten Etappe über 149,8 km von Vall d'Alba nach Aramon Valdelinares wartet nach 3.600 Höhenmetern am Ende eine Bergankunft der ersten Kategorie. Auch für Berg-Spezialist Gall eine weitere Chance, in der Gesamtwertung noch weiter Richtung Top 3 zu klettern.

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