KUNDGEBUNG
Google-Gegner laufen auf
Ein Fall von "Jeder braucht es, aber kaum einer will es": Dass das stark wachsende Google-Rechenzentrum in Kronstorf keiner Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterliegt, zeigt aus Sicht der Umweltschutzorganisation WWF eine "gravierende Gesetzeslücke". Die Umweltschutzorganisation forderte daher am Mittwoch die Bundesregierung auf, große Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz zu verankern. Der neue UVP-Tatbestand müsse insbesondere den Strom- und Wasserbedarf sowie den Bodenverbrauch erfassen und es ermöglichen, sämtliche Ausbaustufen gemeinsam zu bewerten. "Wer enorme Mengen an Energie, Boden und Wasser beanspruchen will, muss auch höchste Umweltstandards erfüllen", sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
"Wenn der Campus riesige Mengen an Energie verbraucht und dabei ebenso große Mengen an Wärme entstehen, dann darf diese Energie nicht verloren gehen. Die Abwärme muss zum Heizen von Wohnungen, Schulen, öffentlichen Gebäuden und Betrieben genutzt werden. Das ist eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft und des Klimaschutzes", sagt Landesrat Martin Winkler (SPÖ).
Die Bürger:innen-Initiative "Rechenzentrum Kronstorf" lädt am Freitag, den 17. Juli um 15 Uhr zu einer breiten, öffentlichen Kundgebung direkt an der Großbaustelle ein.
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