Baden verboten

Grüne Plage! Jetzt breiten sich Gift-Algen in Italien aus

© NurPhoto via Getty Images
Die extreme Hitze macht Italien nicht nur an Land zu schaffen. Auch in Meeren, Seen und Flüssen breiten sich Algen immer stärker aus. In mehreren Urlaubsregionen wurden bereits Warnungen ausgesprochen, teilweise gilt sogar Badeverbot.
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Die anhaltend hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich Algen in den Gewässern deutlich schneller vermehren. Statt glasklarem Wasser finden Urlauber vielerorts grüne, gelbe oder braune Verfärbungen vor.

Seit Juni wurden an mehreren Küstenabschnitten erhöhte Algenkonzentrationen gemessen. Betroffen sind unter anderem Regionen in Apulien, Latium, der Toskana, auf Sizilien sowie in Ligurien.

Warnungen oder Badeverbote gab es unter anderem in Molfetta, Giovinazzo, Santa Marinella nahe Rom, rund um Palermo, in Marina di Pisa sowie in Quinto Bagnara bei Genua.

Manche Arten können krank machen

Einige Algenarten können gesundheitliche Beschwerden verursachen. Je nach Art sind Atemwegsreizungen, Übelkeit, Fieber oder Bindehautentzündungen möglich. Zudem verschlechtern manche Algen die Wasserqualität, verursachen unangenehme Gerüche und entziehen dem Wasser Sauerstoff.

Besonders im Fokus steht die potenziell giftige Alge Ostreopsis ovata, die sich in den vergangenen Jahren entlang der italienischen Küsten immer weiter ausgebreitet hat.

In Ligurien wurde außerdem die Algenart Pyramimonas nachgewiesen, die das Wasser intensiv grün färben kann. Weitere Arten wie Alexandrium cf. taylori und die invasive Caulerpa cylindracea wurden ebenfalls in italienischen Gewässern festgestellt.

Auch Flüsse und Seen leiden

© De Agostini via Getty Images

Nicht nur Badegäste am Meer sind betroffen. Auch Flüsse und Seen kämpfen mit der Algenplage. Abschnitte des längsten italienischen Flusses Po wirken inzwischen stellenweise wie mit grünem Schleim überzogen. Rund um Padua müssen Einsatzkräfte die Algen regelmäßig entfernen, damit Kanäle nicht verstopfen.

Am Iseosee in Norditalien wurden bereits mehr als 1.000 Tonnen Algen beseitigt. In mehreren Seen raten die Behörden derzeit vom Baden ab oder beobachten die Wasserqualität besonders genau.

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