Spitzenposten

Kampf um die ÖBAG

Ältere Frau mit grauen Haaren und dunklem Blazer sitzt nachdenklich mit gefalteten Händen.
© APA/HANS KLAUS TECHT
TOP-JOB: 750.000 Euro brutto für Staatsholdings-Chef. Das Rennen läuft auf Hochtouren.
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Bei der anstehenden Bestellung einer neuen Alleinvorständin oder eines neuen Alleinvorstandes der Staatsholding ÖBAG wird es spannend – die Staatsholding verwaltet ein Portfolio von rund 30 Milliarden Euro, darunter die staatlichen Anteile von Unternehmen wie der OMV, Post, Telekom Austria oder auch Casinos und BIG. Verwaltet werden ebenso die Anteile des Versorgers Verbund.

Gesucht wird per 1. Februar ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Edith Hlawati, deren Mandat am 31. Jänner endet. Sie führte die ÖBAG bewusst unabhängig von der Politik. Wirtschaftskenner sagen, dass es dank ihr die erste Chefin an der Spitze der OMV gibt. Der teilstaatliche Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV wird jetzt von Emma Delaney geführt. Die Irin ist damit Alfred Stern nachgefolgt. Zuvor leitete Delaney für BP einen Geschäftsbereich mit über 50.000 Beschäftigten.

Wirtschaftsanwältin Hlawati übernahm 2022 das Ruder bei der ÖBAG. Jetzt möchte die Politik wieder mehr Einfluss.

Neuer Chef soll Anfang Oktober feststehen

Politisch zuständig für die ÖBAG ist Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Die Entscheidung liegt aktienrechtlich aber beim ÖBAG-Aufsichtsrat – und bei den drei Aufsichtsräten im Nominierungskomitee. Wichtig sind im Nominierungskomitee Flughafen-Chef Günther Ofner und IV-NÖ-Chef Karl Ochsner, sowie Richard Köhler, Post-Personalvertreter. Sie prüfen gemeinsam mit einem Headhunter die rund 100 kolportierten Bewerber und Bewerberinnen.

Öffentliches Hearing? Fehlanzeige

Der langjährige Manager Cornelius Granig fordert via oe24 ein öffentliches Hearing für den Chefposten. Aus Gründen der Privatsphäre und Vertraulichkeit gehe das nicht, heißt es. Was das Gehalt angeht, hat sich der Wirtschaftsminister in den OÖN geäußert: "Ich bin der Meinung, dass wir bei den Gehältern in unserem Umfeld Luft nach unten haben." Das ist aber Verhandlungssache.

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