Überraschend
Leitungswasser im Urlaub: Wo es sicher ist – und wo es gefährlich werden kann
Die Koffer sind ausgepackt, die Sonne lacht – und plötzlich meldet sich der Durst. Ein schnelles Glas Wasser aus dem Hahn im Hotelzimmer scheint da verführerisch. Doch während wir in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit hervorragendem Trinkwasser verwöhnt sind, lauern im Ausland oft fiese Überraschungen wie Bakterien, Viren oder wilde Chlor-Cocktails.
In diesen Urlaubsländern können Sie das Leitungswasser trinken
Wer in Nord- oder Mitteleuropa unterwegs ist, kann meist völlig entspannt bleiben. In den skandinavischen Ländern (Norwegen, Schweden, Finnland, Island) schmeckt das Wasser oft sogar besser als aus der gekauften Plastikflasche. Aber auch einige absolute Sommer-Hotspots überraschen mit Bestnoten:
Frankreich & Kroatien: Hätten Sie es gedacht? Beide Länder punkten mit einer extrem hohen Wasserqualität, die den strengen EU-Richtlinien entspricht.
Fernreise-Ziele: In den USA, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland ist das Wasser ebenfalls unbedenklich. (In den USA wird das Wasser oft stark gechlort, es ist zwar sicher, schmeckt aber manchmal wie im Schwimmbad)
Regionale Vorsicht ist geboten
In einigen der beliebtesten Urlaubsländer kommt es ganz darauf an, wo genau Sie sich befinden. Als Faustregel gilt hier: Im Norden top, im Süden oder auf Inseln eher Flop. Oft ist das Wasser zwar nicht direkt gesundheitsgefährdend, hat aber eine modrige Note oder schmeckt extrem nach Chlor.
Spanien & Italien: In Norditalien oder Nordspanien fließt in der Regel einwandfreies Wasser aus dem Hahn. Geht es aber nach Süditalien, Andalusien oder auf Inseln wie Mallorca, Sardinien oder die Kanaren, sollten Sie lieber zum Flaschenwasser aus dem Supermarkt greifen.
Griechenland: Auf dem Festland (z. B. in Athen) ist das Wasser meist völlig in Ordnung. Auf den kleinen Inseln sollten Sie den Wasserhahn als Durstlöscher jedoch lieber meiden.
Portugal: Im Landesinneren ist die Qualität meist gut, in den Küstenregionen ist jedoch Vorsicht geboten.
Hier sollten Sie das Leitungswasser auf keinen Fall trinken
Es gibt Traumziele, bei denen das Leitungswasser zum Endgegner für Ihren Magen wird. Veraltete Rohre, landwirtschaftliche Rückstände (wie Nitrat) oder fehlende Filteranlagen machen das Wasser hier zum Tummelplatz für Krankheitserreger.
Beliebte Mittelmeer- und Badeziele: In der Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko ist Leitungswasser absolut tabu.
Tropische Fernreisen: Thailand, Mexiko, Malediven, Bali, Vietnam und die Dominikanische Republik: Hier gilt Alarmstufe Rot. Trinken Sie hier niemals Wasser, das nicht aus einer industriell versiegelten Flasche stammt.
In Europa: Auch in beliebten, aufstrebenden europäischen Reiseländern wie Bulgarien, Albanien, Rumänien oder Montenegro raten internationale Gesundheitsbehörden (wie das US-Ministerium CDC) strikt vom Trinken aus der Leitung ab.
Clevere Überlebens-Tipps für Ihren Urlaubs-Magen:
Achtung bei Eiswürfeln: Eiswürfel im Cocktail oder Eistee werden im Ausland oft aus ganz normalem Leitungswasser hergestellt. In den "roten Ländern" daher immer Getränke "ohne Eis" bestellen.
Die Gefahr beim Zähneputzen: In echten Risikoländern (wie Ägypten, Thailand oder Mexiko) sollten Sie sich sogar für das Zähneputzen eine Flasche Mineralwasser ins Bad stellen. Ein falscher Schluck unter der Dusche kann schon zu viel sein.
Die 10-Sekunden-Regel: Auch im vermeintlich sicheren Ferienhaus in Frankreich oder Dänemark: Lassen Sie das Wasser morgens oder direkt nach der Anreise immer erst 10 Sekunden lang laufen, um mögliche Ablagerungen aus den Rohren zu spülen.
Wenn Sie sich unsicher sind, gehen Sie immer auf Nummer sicher. Ein Sixpack Wasser aus dem nächsten Supermarkt kostet nicht die Welt und ist die beste Versicherung für unbeschwerte Urlaubstage am Strand.
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