COO steht für Chief Operating Officer, also praktisch der Chef der bisher größten Weltmeisterschaft, die er von seinem Büro in Miami Beach aus überblickt. Schirgi hat derzeit etwa 5000 Mitarbeiter, zu seinem Kernteam, das in einem Großraum-Office sitzt, gehören 60. Der Traum begann zu Schirgis Studienzeiten in Graz. Er las in einem Zeitungsinserat, dass die Schweizer T.E.A.M.-Agentur als Vermarkter der Champions League Chauffeure für Heimspiele des österreichischen Meisters Sturm Graz sucht. Er bewarb sich und bekam den Job.
Von Miami aus mit der ganzen WM verbunden
In Folge übernahm er auch andere Aufgaben, die nichts mit Sturm und Graz zu tun hatten, wechselte in die Schweiz, kam mit der UEFA in Kontakt. 2012 war er unter dem Schweizer Martin Kallen für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine zuständig, fünf Jahre später wechselte er zur FIFA. Jetzt ist er für strategische Entscheidungen bei der WM zuständig. Unter anderem für die Charterflüge der 48 Teams. Schirgi organisierte auch den Umbau der 16 Stadien von Football-Heimatstätten zu Fußball-Arenen, überwachte den Wechsel von Kunstrasen auf normalen, legte in Absprache mit Experten fest, welcher Rasen in welches Stadion kommen wird. Das hat auch mit dem unterschiedlichen Klima in den Spielorten zu tun. Von Miami aus ist er mit allen 16 Stadien verbunden.
Das einzige Spiel, das er nicht verpassen will
Der Job bringt es mit sich, dass er kaum Spiele in den Stadien erleben wird. Eine Ausnahme hat er fix geplant: In neun Tagen wird er im Dallas Stadium das Duell seiner Landsleute gegen Weltmeister Argentinien verfolgen. Sollte es zur High-Noon-Anstoßzeit um 12 Uhr unerträglich heiß sein, dann lässt Schirgi auch zum eigenen Wohlbefinden das Dach im klimatisierten Stadion schließen. Apropos Wohlbefinden: Das haben die Österreicher bisher in ihrem Base-Camp in Boca Raton. "Unsere Planungen haben sich bestätigt", stellte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold zufrieden fest.
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Verbands-Boss Josef Pröll kommt zu den ersten zwei Gruppenspielen nach San Francisco und Dallas, plant danach erst wieder zum Achtelfinale über den großen Teich zu jetten. Sehr optimistisch. Was macht Schirgi nach der Weltmeisterschaft? Vorerst Urlaub in der steirischen Heimat.
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