In Justizanstalt

Mord-Alarm! Häftling (19) in Zelle Kehle aufgeschlitzt

Das Justizzentrum Klagenfurt mit hellem Fassadenanstrich und Bäumen im Vordergrund.
© APA/BARBARA GINDL
In der Justizanstalt Klagenfurt ist ein 19-jähriger Häftling tot aufgefunden worden. Es besteht Mordverdacht.
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Ein 19-jähriger Häftling der Justizanstalt (JA) Klagenfurt ist in den frühen Morgenstunden tot in einer Zwei-Personen-Zelle aufgefunden worden. Er dürfte Opfer eines Tötungsdeliktes gewesen sein. Das gab das Justizministerium am Dienstagvormittag bekannt.

Als dringend tatverdächtig gilt ein erst 17-jährige Mitinsasse des Opfers "Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes aufgenommen", teilte das Justizministerium mit.

Beide sollen im Normalvollzug in der Jugendabteilung der Justizanstalt Klagenfurt gesessen haben. Der 17-Jährige war in U-Haft, das spätere Opfer in Strafhaft. Laut ersten Informationen soll keiner der beiden wegen schweren Delikten im Gefängnis gesessen haben.

Opfer wurde mit einem Gegenstand attackiert

Der Notarzt sowie die örtlich zuständige Polizei befänden sich am Dienstagvormittag noch vor Ort, hieß es. Der Amtsarzt sei verständigt worden. Der 19-Jährige war auf der Jugendabteilung der JA Klagenfurt untergebracht.

Dem Opfer wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Klagenfurt mit der Klinge eines Einwegrasierers Schnittwunden im Halsbereich zugefügt, die in weiterer Folge tödlich waren. Spuren eines Kampfes soll es nicht gegeben haben.

Laut einem Artikel in der "Kleinen Zeitung" hätte der Tatverdächtige das spätere Todesopfer mit einem Gegenstand, welches bereits sichergestellt wurde, attackiert. Vor der Tötung soll der 19-Jährige den  mutmaßlichen Killer bedroht haben.

Vorerst war noch unklar, wie lange sich Opfer und mutmaßlicher Täter die Zelle teilten und was sich in den frühen Morgenstunden dort abgespielt haben soll. Die Justizwache fand den Toten in der Früh auf. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Alarmknopf wurde jedenfalls nicht gedrückt.

Wie Tina Frimmel-Hesse, Leiterin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, sagte, wurde eine Obduktion angeordnet, aber noch nicht durchgeführt. Zu den näheren Tatumständen hielten sich die Klagenfurter Anklagebehörde und das Justizministerium (BMJ) im Hinblick auf die angelaufenen Ermittlungen vorerst bedeckt. "Der Fall wird selbstverständlich vollständig - auch intern - aufgeklärt werden. Unser tiefes Mitgefühl gehört den Angehörigen des Opfers", meinte eine BMJ-Sprecherin gegenüber der APA.

Volksanwältin Schwarz "erschüttert"

"Erschüttert" über das Tötungsdelikt zeigte sich die für den Strafvollzug zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz (ÖVP). "Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Justizministeriums sind abzuwarten. Ich vertraue auf eine rasche und lückenlose Aufklärung", meinte Schwarz

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