4:0-Schützenfest

Nach Gala: LASK winkt jetzt sogar CL-Wunder

LASK-Spieler feiern ein Tor während eines UEFA-Champions-League-Spiels in Linz.
© APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER
An einem magischen Europacupabend für den LASK lag sogar der alleinige Rekordsieg eines österreichischen Teams in der Champions League auf dem Serviertablett.
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Doch weil die Linzer Slovan Bratislava zwar schwindlig spielten, aber beim 4:0 verschwenderisch mit ihren Chancen umgingen, teilen sie sich nun den Rekordeintrag mit Salzburg (6:2 gegen Genk/2019). "Ich nehme das 4:0 gerne, es war ein Riesenunterschied", sagte Trainer Dietmar Kühbauer dennoch hochzufrieden.

Nach den Dienstagspielen der 4. Runde der "Königsklasse" lagen die Athletiker als Tabellen-15. auf Aufstiegskurs. War das 3:2 gegen Sporting in Lissabon noch als Überraschung einzuordnen, gelang am Dienstag in Linz ein Favoritensieg. "Jeder hat den Sieg vor dem Spiel erwartet. Dass die Jungs es so gut machen, ist wunderschön", lobte Kühbauer. Stolz stellte der Burgenländer fest, auch Österreich erneut gut vertreten zu haben. "Es ist für den österreichischen Fußball ganz gut, wenn man wieder Punkte macht. Es ist sehr befriedigend heute."

Drei LASK-Spieler feiern ein Tor während eines Champions-League-Spiels in Linz.
© APA/EXPA/ REINHARD EISENBAUER

Horvath nach Kantersieg: "Bleiben ganz am Boden"

In den verbleibenden vier Spielen der Hauptrunde werden die Trauben wieder höher hängen. Die nächste Runde führt Österreichs Fußball-Meister am 24. November auf norwegischen Kunstrasen zu Bodö/Glimt, danach warten Partien gegen Fenerbahce (h), Real Madrid (a) und den FC Porto (h). "Bodö auswärts - wir wissen, wen die dort alles geschlagen haben. Das wird sehr, sehr schwer. Aber wir werden hinreisen, um eine gute Performance abzuliefern", versprach Sascha Horvath.

Sich und den Seinen verbat der Kapitän auch nach dem Kantersieg den Höhenflug. "Wir wissen, was davor bei den ersten zwei Spielen war", sagte Horvath mit Blick auf das 0:1 bei AEK Athen und 3:6 gegen Liverpool. "Wir bleiben ganz am Boden." Zufriedenheit über eine konzentrierte Leistung stellte sich aber auch beim ÖFB-Teamspieler ein. Mit drei Toren aus oder nach ruhenden Bällen stellte das Team früh die Weichen auf Sieg.

"Dann sind wir in einen Flow reingekommen, haben sie kaum in Ruhe gelassen, haben alles angepresst, alle waren auf einem Topniveau", lobte Horvath. Robert Ljubicic, der Torschütze zum vorentscheidenden 3:0, sprach wenige Tage vor dem Oberösterreich-Derby gegen Ried von einem sehr souveränen Auftritt. "Einfache Gegner gibt es nicht in der Champions League, vom Resultat sieht das vielleicht heute einfach aus. Wir wissen, dass wir noch Punkte holen müssen, wenn wir weiterkommen wollen. Das ist von jedem einzelnen Spieler das Ziel."

Wimmer kritisiert Taktik, Aufstellung und Fokus

Der slowakische Serienmeister ist nach vier Spielen hingegen ohne Aufstiegschance Stockletzter - Torverhältnis 1:17. Champions-League-Tauglichkeit ist Slovan in dieser Form keine zu bescheinigen. Zumindest Kevin Wimmer scheint das 0:4 gar nicht überrascht zu haben. "Wir spielten heuer das erste Mal Fünferkette in dieser Saison, wir haben es nie trainiert. Aber auch vier Stammspieler sind draußen gesessen", sagte der Österreicher und erzählte freimütig auf Sky davon, dass der Fokus des Tabellenzweiten - "warum auch immer" - auf der heimischen Liga liege. Zur Halbzeit wurde Wimmer von Trainer Yaya Touré, einst Weltklassespieler bei Barcelona und Manchester City, ausgewechselt. Man habe, so Wimmers Fazit, gar nicht erst probiert, in Linz zu punkten.

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