Trainer Oliver Glasner erklärte am Samstag nach der 0:2-Pleite in London gegen Brentford, er könnte der fünfte Forest-Cheftrainer innerhalb von etwas mehr als einem Jahr werden, der seinen Job verliert. Der Oberösterreicher will nun durchgreifen. "Es ist an der Zeit, dass wir etwas ändern. Dass ich etwas ändere. Und genau das werde ich tun."
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Nottingham hat in den ersten neun Runden nur einen Sieg geschafft und erst sechs Punkte eingesammelt. "Wir müssen akzeptieren, dass das nicht gut genug ist", sagte Glasner auf der Pressekonferenz nach dem Brentford-Spiel zum miserablen Saisonstart. "Wenn wir vier der letzten fünf Spiele verlieren, ist das nicht gut genug." Ihm sei jedenfalls klar, was nun zu tun sei und was er von sich und seinem Team verlangen müsse. "Wenn die Spieler mitziehen, glaube ich, dass wir die Wende schaffen können. Und wenn nicht, wird der sechste Trainer kommen."
"Niemand muss Mitleid mit Oliver Glasner haben"
Forest hat seit dem Abschied von Nuno Espirito Santo im September 2025 einen Trainerwechsel nach dem anderen erlebt. Seitdem sind Ange Postecoglou, Sean Dyche und Vitor Pereira gekommen und nach kurzer, erfolgloser Zeit wieder gegangen. Auf die Frage, ob er sich Sorgen um seine Zukunft mache, antwortete Glasner: "Ich gehe nach Hause und frühstücke mit meiner Familie. Das ist nicht gerade die schlimmste Situation. Niemand muss Mitleid mit Oliver Glasner haben."
Er könnte in zwei Wochen bei einem anderen Club anfangen. Aber das werde er nicht tun. "Die Spieler und der Stab bleiben in derselben Situation. Und es ist dieselbe - entschuldigen Sie den Ausdruck - beschissene Situation, in der sich der Verein letztes Jahr befand." Er sei nicht nach Nottingham gekommen, weil er sich zu Hause gelangweilt habe. "Nein, ich bin nach Nottingham gekommen, um erfolgreich zu sein. Ich bin nach Nottingham gekommen, um die Visionen des Eigentümers, der Fans und des Vereins in die Realität umzusetzen. Und deshalb brauchen wir, um ehrlich zu sein, eine größere Veränderung, als ich vielleicht gedacht habe", bekannte Glasner.
Zu viele Kompromisse
Genau das werde er nun tun. "Und zwar ohne jegliche Kompromisse. Null", erklärte der 52-Jährige, der bei seinen vorigen Clubs Crystal Palace und Eintracht Frankfurt große Erfolge gefeiert hatte. Einige Dinge seien ihm schon zu Beginn seiner Amtszeit hier aufgefallen. "Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich in manchen Punkten vielleicht zu viele Kompromisse eingegangen bin", sagte Glasner.
Der einstige Spieler und Trainer der SV Ried und des LASK sagte zudem, er müsse von seinen Spielern nicht "geliebt" werden. So habe er die Bitte eines Spielers nach der Brentford-Partie abgelehnt. "Ich wurde gefragt, ob ein Spieler alleine nach Hause fahren könne. Ich sagte nein", so Glasner. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum jemand heute alleine von London nach Nottingham nach Hause fahren will. Nein, fahr mit dem Bus wie alle anderen auch. Keine Sonderregelungen!"
Auf Forest wartet jedenfalls kein einfaches Programm, um die erhoffte Wende zu schaffen. In den kommenden drei Premier-League-Spielen heißen die Gegner Manchester City (h), Bournemouth (a) und Chelsea (h).
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