Nur wenige Tage nach der feierlichen Preisverleihung im London Palladium sorgt die traditionsreiche Wahl zum weltbesten Fußballer für massive Turbulenzen. Recherchen des französischen Medienunternehmens "Upside" und des britischen "Guardian" bringen brisante Vorgänge ans Tageslicht. Im Mittelpunkt der Affäre steht die amerikanische Krypto-Prognosebörse "Polymarket", auf der User digitale Währungen auf globale Ereignisse setzen können.
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Insgesamt zwölf Konten gerieten ins Visier von Analysten, da dort im Vorfeld der Gala auffällig hohe Summen auf den Wahlausgang platziert worden waren. Zusammengerechnet flossen mehr als 264.000 US-Dollar in Wetten rund um die diesjährige Vergabe der Trophäe.
Exakte Top-5-Reihenfolge vorab vorhergesagt
Besonders brisant ist das Detailwissen, das hinter den Transaktionen vermutet wird. Mehrere der markierten Konten tippten nicht bloß auf einen Gesamtsieg von Harry Kane, sondern sagten exakt die Reihenfolge der ersten fünf Ränge voraus:
- Platz: Harry Kane
- Platz: Kylian Mbappé
- Platz: Lamine Yamal
- Platz: Rodri
- Platz: Lionel Messi
Haargenau dieses Endresultat wurde später auf der Bühne im London Palladium präsentiert. Kane holte die begehrte Trophäe mit 1.055 Punkten und setzte sich denkbar knapp gegen Real-Madrid-Star Kylian Mbappé durch, der 1.027 Punkte verbuchte. Damit ging die Auszeichnung erstmals seit Karl-Heinz Rummenigge im Jahr 1981 wieder an einen Akteur des FC Bayern München.
"Upside"-Reporter Raphaël Pautard geht davon aus, dass hinter den Profilen eine einzelne Person oder eine eng abgestimmte Gruppe stehen könnte. Sämtliche zwölf Accounts wurden erst kurz vor der Gala zwischen dem 1. und 20. Oktober registriert. Sieben dieser Profile wurden ausschließlich für Wetten auf den Ballon d’Or genutzt. Bei sechs Konten erfolgten die ersten Einsätze bereits innerhalb von 15 Minuten nach der Accounterstellung. Ein Konto sicherte sich frühzeitig Gewinne durch Quotenänderungen auf Kane und reinvestierte den Ertrag gezielt in Teilplatzierungen.
Absolutes Insider-Wissen
Die heikle Frage lautet, wie Außenstehende an das hochsensible Abstimmungsergebnis gelangten. Das französische Fachmagazin "France Football", das den goldenen Ball seit 1956 vergibt, sicherte stets zu, dass vorab nur ein minimaler Kreis eingeweiht sei. Das Magazin hat eine umfassende Prüfung gestartet, zudem soll die französische Polizei eingeschaltet werden, um den Verdacht auf Geheimnisverrat lückenlos aufzuklären.
Am Ausgang der Wahl sollte sich allerdings nichts mehr verändern. Während hier alles reibungslos abgelaufen sein soll, wird nun ermittelt, wie die Informationen an die Öffentlichkeit geraten sein könnte.
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