Chance vergeben

Norwegen-Stürmer erhielt Morddrohungen

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Norwegens Fußball-Teamspieler Alexander Sørloth wird nach dem WM-Viertelfinale gegen England in den sozialen Netzwerken heftig angefeindet und erhält nach einer vergebenen Großchance sogar Morddrohungen.
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Hässliche Nachrichten gegen Norwegen-Star Alexander Sørloth. Nachdem er im WM-Viertelfinale gegen England fahrlässig eine Riesenchance der Nordeuropäer vertändelte, wird er in den sozialen Netzwerken mit Hassnachrichten und sogar Morddrohungen überhäuft. Norwegen fuhr in der 43. Minute einen Zwei-gegen-eins-Konter. Sørloth hätte den Ball nur zum mitlaufenden Haaland rüberspielen müssen, der dann alleine vor dem Tor gestanden wäre.

Doch Sørloth versuchte es im Alleingang und wurde von Englands Stones geblockt. Nur zwei Minuten später erzielte England durch den Ex-Dortmunder Jude Bellingham den Ausgleich. Am Ende gewannen die Engländer mit 2:1 in der Verlängerung durch einen weiteren Treffer von Bellingham. Ein sichtlich niedergeschlagener Sørloth stellte sich nach dem Spiel in der Mixed Zone.

Bittere Worte in der Mixed Zone

Der Stürmer zeigte sich nach der Niederlage schwer getroffen von der verpassten Gelegenheit. Sørloth: "Es ist hart. Es gibt Dinge, bei denen man sich wünscht, man hätte es besser gemacht. Ich weiß aber auch, dass neue Chancen kommen werden. Natürlich ist es hart, wenn es um die größte Bühne geht und wir um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft kämpfen." Zu diesem Zeitpunkt wusste der Profi von Atlético Madrid allerdings noch nicht, welche heftigen Reaktionen ihn im Internet erwarten würden.

Freundin macht den Hass öffentlich

Seine Freundin Lena Selnes zeigte am Sonntag einen Teil der ekelhaften Bedrohungen, mit denen der Stürmer und seine Familie konfrontiert werden. Dazu schrieb Selnes: "Die Weltmeisterschaft und der Fußball bringen viel Freude, aber auch viel Hass. Eigentlich möchte ich dem keine Beachtung schenken, aber nach solchen Kommentaren muss ich es tun." Ein User schrieb unter anderem "Du wirst umgebracht werden", während ein anderer den Fußballer sogar zum Selbstmord aufforderte. Selnes ergänzte: "Ich hoffe, dass jeder, unabhängig von der Situation, ein wenig mehr nachdenken kann, bevor er solche Kommentare abgibt."

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Teamchef rät zu Social-Media-Verzicht

Auch Norwegens Nationaltrainer Stale Solbakken reagierte am Sonntag auf die Vorfälle und nahm seine Spieler in Schutz. Solbakken: "Deshalb rate ich den Jungs, sich von den sozialen Medien fernzuhalten. Besonders an Tagen wie diesen."

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