Rathaus-Chefs

Nur 12 % Bürgermeisterinnen: So soll Frauenanteil steigen

Frau mit Brille und grünem Oberteil steht vor einer Wand mit Wappen und Bildern.
© ORF 2
In Österreich gibt es so viele Bürgermeisterinnen wie noch nie. Mit rund 12 Prozent ist der Anteil dennoch noch niedrig.
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247 Bürgermeisterinnen gibt es aktuell in Österreich - ein Höchststand. Das entspricht aber nur einem Anteil von rund 12 Prozent. 1999 waren es noch zwei Prozent. Rechnet man die Entwicklung der letzten Jahre hoch, würde "Halbe-Halbe" erst im Jahr 2099 eintreten.

Am Montagabend war Rankweils Bürgermeisterin, Katharina Wöß-Krall (ÖVP), dazu in der "ZiB2" zu Gast. Sie ist seit 2019 Bürgermeisterin der 12.000 Einwohner Gemeinde.

Wöß-Krall und andere Bürgermeisterinnen wollen ein "Role Model" für andere junge Mädchen und Frauen sein. "Man sieht an den Zahlen, dass es auch in den letzten Jahren zum Glück schon gestiegen ist", so die Politikerin.

Als einen Grund für den niedrigen Frauenanteil nennt Wöß-Krall unter anderem auch, dass Frauen häufiger zurückhaltender seien als Männer.

"Sehr viele positive Rückmeldungen"

Wöß-Krall war übrigens in ihrer Gemeinde die erste Bürgermeisterin. Am Anfang sei es "eine herausfordernde Zeit" gewesen. Aber: Sie habe "sehr viele positive Rückmeldungen" erhalten. Das habe sie bestärkt.

Frauen seien häufig auch nicht "auf Konflikte aus" und würden versuchen, gemeinsam eine Lösung zu suchen, so die Bürgermeisterin. Und wird man als Frau anders beurteilt in der Politik? "Ich persönlich würde das jetzt nicht sehen, dass ich als Frau anders behandelt werde".

Von Anreizen - wie etwa mehr Geld für Gemeinden mit einer Bürgermeisterin - hält sie übrigens nicht. Man müsse andere Wege finden, um das Amt für Frauen attraktiver zu gestalten.

Vernetzungstreffen für Bürgermeisterinnen

Wichtig seien stattdessen beispielsweise Vernetzungstreffen, wie jenes am Montag in Rankweil, wo sich die Bürgermeisterinnen des Landes getroffen haben.

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